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Mathematik-Aufgabenpool: PDF-Seiten 6301–6350
Aufgabenstellungen und zugehörige offizielle Lösungserwartungen als lesbarer HTML-Text – mit direkten Sprüngen zur richtigen Seite der Sammel-PDF.
Aufgabe B_138: Hustensaft
Aufgabe als kompakte PDF öffnenHustensaft
Aufgabennummer: B_138
Technologieeinsatz: möglich ☐ erforderlich S
Ein Unternehmen hat das Monopol auf den Vertrieb eines bestimmten Hustensafts. Der Husten-
saft wird in kleinen Flaschen abgefüllt, deren Füllmenge in Millilitern (ml) angegeben ist.
a) Die Füllmenge für Flaschen einer bestimmten Größe kann als annähernd normalverteilte
Zufallsvariable mit dem Erwartungswert von 40 ml angenommen werden. Die Stan-
dardabweichung beträgt 0,4 ml. Zum Ausschuss zählen alle Flaschen, deren Füllmenge
außerhalb des Toleranzbereichs von [39,5; 40,5] ml liegt.
– Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Flasche zum
Ausschuss zählt.
– Ordnen Sie den durch die schraffierten Flächen dargestellten Wahrscheinlichkeiten in
den beiden Skizzen je eine von den in A bis D gegebenen Füllmengen x richtig zu.
Schreiben Sie den entsprechenden Buchstaben in das leere Feld neben der Skizze.
[2 zu 4]
▆
A { x ∈ ℝ | x ≤ 39,5 ∧ x ≥ 40,5} mit x in ml
B { x ∈ ℝ | x ≥ 39,5 ∧ x ≤ 40,5} mit x in ml
▆
C { x ∈ ℝ | x ≤ 39,5 ∧ x ≤ 40,5} mit x in ml
D { x ∈ ℝ | x ≥ 39,5 ∧ x ≥ 40,5} mit x in ml
x
Füllmenge in ml
38,5 39 39,5 40 40,5 41 41,5 42
x
Füllmenge in ml
38,5 39 39,5 40 40,5 41 41,5 42
Hustensaft 2
b) Das Unternehmen füllt pro Tag 500 Liter Hustensaft in x Flaschen mit 50 ml und y Fla-
schen mit 100 ml ab.
Der Verkaufspreis für eine 50-ml-Flasche beträgt € 5,40.
Für eine 100-ml-Flasche erzielt man einen Preis von € 9,60.
Der Lösungsbereich für die möglichen Verkaufszahlen der beiden unterschiedlichen
Flaschen ist in der nachstehenden Grafik dargestellt.
– Lesen Sie aus der Grafik die Ungleichung der einschränkenden Bedingung I ab.
– Erstellen Sie die Gleichung der Zielfunktion für den maximalen Erlös.
– Zeichnen Sie in die Grafik diejenige Gerade ein, für die der optimale Wert der
Zielfunktion angenommen wird.
– Ermitteln Sie grafisch diejenige Anzahl von Flaschen, die das Unternehmen
von beiden Größen verkaufen sollte, um einen maximalen Erlös zu erzielen.
0 1 000 2 000 3 000 4 000 5 000 6 000 7 000 8 000 9 000 10 000
0
500
1 000
1 500
2 000
2 500
3 000
3 500
4 000
4 500
5 000
Anzahl der 100-ml-Flaschen
Anzahl der 50-ml-Flaschen
II
I
III
Hustensaft 3
c) Der Zusammenhang zwischen der Anzahl x der abgefüllten 100-ml-Flaschen und dem
Verkaufspreis p pro Flasche wird in der folgenden Tabelle dargestellt.
x 1 5 10 15 20 25 30 35 40
p ( x ) 23,90 22,90 21,80 20,50 19,90 18,10 17,90 17,10 16,60
x … Flaschen in Mengeneinheiten (ME)
p ( x ) … Preis bei einem Absatz von x ME in Geldeinheiten pro Mengeneinheit (GE/ME)
– Ermitteln Sie die Funktionsgleichung für die Preis-Absatz-Funktion mithilfe einer
linearen Regression.
– Erstellen Sie die Gleichung der Erlösfunktion.
– Berechnen Sie den maximalen Erlös.
– Erklären Sie den Zusammenhang zwischen der 2. (oberen) Erlösgrenze und der
Sättigungsmenge.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben. Diagramme sind zu beschriften und zu skalieren.
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Lösung zu Hustensaft
Lösung als kompakte PDF öffnenHustensaft 4
Möglicher Lösungsweg
a) P ( X < 39,5) = Φ
39,5 – 40
0,4
= 0,105649...
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig entnommene Flasche Ausschuss ist, beträgt das Dop-
pelte, nämlich rund 21,13 %.
D
A { x ∈ ℝ | x ≤ 39,5 ∧ x ≥ 40,5} mit x in ml
B { x ∈ ℝ | x ≥ 39,5 ∧ x ≤ 40,5} mit x in ml
B
C { x ∈ ℝ | x ≤ 39,5 ∧ x ≤ 40,5} mit x in ml
D { x ∈ ℝ | x ≥ 39,5 ∧ x ≥ 40,5} mit x in ml
b) Ungleichung der einschränkenden Bedingung I: y ≤ 5 000 – 0,5 x
Z ( x , y ) = E = 5,4 x + 9,6 y … soll maximal werden
Z 0 = –
5,4
9,6
x
F = (6 000 | 2 000)
Bei einem Verkauf von 6 000 50-ml-Flaschen und 2 000 100-ml-Flaschen ist maximaler Erlös zu
erwarten.
(Ablesung genügt, Toleranz: ±50 Flaschen)
x
Füllmenge in ml
38,5 39 39,5 40 40,5 41 41,5 42
x
Füllmenge in ml
38,5 39 39,5 40 40,5 41 41,5 42
0 1 000 2 000 3 000 4 000 5 000 6 000 7 000 8 000 9 000 10 000
0
500
500
1 000
1 500
2 000
2 500
3 000
3 500
4 000
4 500
5 000
Anzahl der 100-ml-Flaschen
Anzahl der 50-ml-Flaschen
II
I
III
F
Hustensaft 5
c) p ( x ) = – 0,1916 x + 23,71
E ( x ) = – 0,1916 x ² + 23,71 x
Maximum des Erlöses: E max = 733,51 GE
Die Sättigungsmenge ist die Menge, bei der der Stückpreis null ist. Es gibt daher keine
Einnahmen.
An dieser Stelle ist auch der Erlös null.
Die 2. (obere) Erlösgrenze ist an der Stelle der Sättigungsmenge.
Hustensaft 6
Klassifikation
☐ Teil A S Teil B
Wesentlicher Bereich der Inhaltsdimension:
a) 5 Stochastik
b) 2 Algebra und Geometrie
c) 4 Analysis
Nebeninhaltsdimension:
a) —
b) 3 Funktionale Zusammenhänge
c) 5 Stochastik
Wesentlicher Bereich der Handlungsdimension:
a) B Operieren und Technologieeinsatz
b) A Modellieren und Transferieren
c) B Operieren und Technologieeinsatz
Nebenhandlungsdimension:
a) C Interpretieren und Dokumentieren
b) B Operieren und Technologieeinsatz, C Interpretieren und Dokumentieren
c) D Argumentieren und Kommunizieren, A Modellieren und Transferieren
Schwierigkeitsgrad: Punkteanzahl:
a) mittel a) 3
b) mittel b) 4
c) leicht c) 4
Thema: Wirtschaft
Quellen: —
Aufgabe B_153: Photovoltaik (2)
Aufgabe als kompakte PDF öffnenPhotovoltaik (2)
Aufgabennummer: B_153
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
a) Eine Bank bietet Frau Zangerl einen Kredit über € 12.560 für die Finanzierung einer
Photovoltaikanlage an. Dieser Kredit soll in 15 Jahren durch nachschüssige Monatsraten
in Höhe von je € 98 getilgt werden. Eine Bearbeitungsgebühr von 3 % der Kreditsumme
wird bei der Auszahlung des Kredits von der Kreditsumme abgezogen. (Weitere Spesen
und Gebühren werden nicht berücksichtigt.)
− Ermitteln Sie den effektiven Jahreszinssatz dieses Angebots.
b) Man rechnet in den nächsten Jahren mit einer Strompreissteigerung von 4 % pro Jahr.
Derzeit kostet eine Kilowattstunde (kWh) Strom € 0,16.
Der Strompreis in Euro pro Kilowattstunde (€/kWh) soll in Abhängigkeit von der Zeit in
Jahren durch eine Funktion beschrieben werden.
– Erstellen Sie eine Gleichung dieser Funktion.
Gewerbliche Photovoltaik-Betreiber werden durch spezielle Fördergelder unterstützt. Für
einen Zeitraum von 13 Jahren wird ihnen garantiert, dass sie überschüssigen Strom zu
einem gleichbleibenden Tarif von € 0,38/kWh ins Netz einspeisen können.
– Überprüfen Sie mithilfe der erstellten Funktion, ob der Strompreis nach 13 Jahren unter
dem garantierten Tarif von € 0,38/kWh liegen wird.
c) Im nachstehenden Boxplot ist der tägliche Solarertrag in kWh einer Photovoltaikanlage in
Eisenstadt für den Herbst 2012 dargestellt.
16 14 12 10 8 6 4 2 0 18 22 20 24 26
Solarertrag in kWh/Tag
– Lesen Sie den minimalen und den maximalen Solarertrag pro Tag aus der Grafik ab.
– Lesen Sie den Interquartilsabstand ab.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben.
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Lösung zu Photovoltaik (2)
Lösung als kompakte PDF öffnenPhotovoltaik (2) 2
Möglicher Lösungsweg
a) Gebühren: 3 % von € 12.560 = € 376,80
Auszahlungsbetrag: € 12.183,20
Äquivalenzgleichung: 12 183,20 = 98 ∙
q
12
180
– 1
q
12
– 1
∙
1
q
12
180
Lösung mittels Technologieeinsatz:
i
eff
= q
12
12
– 1 = 0,05388...
q
12
= 1,00438...
Der effektive Jahreszinssatz ist rund 5,39 %.
b) t … Zeit in Jahren
K ( t ) … Strompreis in €/kWh zur Zeit t
K ( t ) = 0,16 · 1,04
t
K (13) = 0,16 · 1,04
13
= 0,2664 < 0,38
Der Strompreis wird nach 13 Jahren unter dem garantierten Tarif liegen.
c) minimaler Ertrag: rund 0,5 kWh/Tag
maximaler Ertrag: rund 26 kWh/Tag
Interquartilsabstand: 10 kWh/Tag
3 Photovoltaik (2)
Klassifikation
£ Teil A T Teil B
Wesentlicher Bereich der Inhaltsdimension:
a) 3 Funktionale Zusammenhänge
b) 3 Funktionale Zusammenhänge
c) 5 Stochastik
Nebeninhaltsdimension:
a) —
b) —
c) —
Wesentlicher Bereich der Handlungsdimension:
a) B Operieren und Technologieeinsatz
b) A Modellieren und Transferieren
c) C Interpretieren und Dokumentieren
Nebenhandlungsdimension:
a) A Modellieren und Transferieren
b) B Operieren und Technologieeinsatz
c) —
Schwierigkeitsgrad: Punkteanzahl:
a) leicht a) 3
b) leicht b) 2
c) leicht c) 2
Thema: Wirtschaft
Quelle: http://www.pvaustria.at
Aufgabe B_150: Spielzeugautos (2)
Aufgabe als kompakte PDF öffnenSpielzeugautos (2)
Aufgabennummer: B_150
Technologieeinsatz: möglich S erforderlich £
In der nachstehenden Grafik ist eine Kostenfunktion für die Produktion eines Spielzeugautos darge-
stellt.
a) – Zeichnen Sie in der Grafik eine Tangente an die Kostenfunktion durch den Koordinaten-
ursprung ein.
Interpretieren Sie diese Tangente als lineare Erlösfunktion.
– Beschreiben Sie die Bedeutung der Steigung dieser Tangente und der x -Koordinate
des Berührpunkts im Sachzusammenhang.
b) Analysen der anfallenden Produktionskosten haben ergeben, dass die mittlere Kostenände-
rung bei einer Erhöhung der Produktionsmenge von 10 ME auf 12 ME 17,5 GE/ME beträgt.
Die Grenzkosten bei einer Produktion von 10 ME betragen 19,7 GE/ME.
– Erklären Sie, warum sich die mittlere Kostenänderung und die Grenzkosten unterscheiden.
c) Die Gleichung der Kostenfunktion K lautet K ( x ) = 0,03 x ³ – 2,05 x ² + 51,7 x + 305, wobei x in
Mengeneinheiten (ME) und K ( x ) in Geldeinheiten (GE) gegeben ist.
Das Produkt kann zum Preis von 35,2 GE/ME verkauft werden.
– Berechnen Sie die Verkaufsmenge x, ab der das Unternehmen mit diesem Produkt
einen Gewinn erzielen kann.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind mit pas-
senden Maßeinheiten anzugeben. Diagramme sind zu beschriften und zu skalieren.
1 500
1 000
500
x in ME
K ( x ) in GE
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Lösung zu Spielzeugautos (2)
Lösung als kompakte PDF öffnenSpielzeugautos (2) 2
Möglicher Lösungsweg
a)
Die Steigung der Erlösfunktion ist der Verkaufspreis in GE/ME.
Die x -Koordinate des Berührpunkts gibt diejenige Verkaufsmenge (in ME) an, bei der gerade
noch kostendeckend produziert wird, also das Betriebsoptimum.
b) 17,5 GE/ME ist die durchschnittliche Kostenänderung zwischen 10 ME und 12 ME.
Es handelt sich um einen Differenzenquotienten.
Die Grenzkosten entsprechen dem Differenzialquotienten.
Grafisch entsprechen die Grenzkosten der Steigung der Tangente an die Kostenfunktion bei der
Produktionsmenge 10.
c) K ( x ) = 0,03 x ³ – 2,05 x ² + 51,7 x + 305
E ( x ) = 35,2 x
G ( x ) = E ( x ) – K ( x ) = –0,03 x ³ + 2,05 x ² – 16,5 x – 305
G ( x ) = 0
mittels Technologieeinsatz: x 1 = 21,84 ME, x 2 = 54,96 ME
Ab ca. 21,84 ME kann ein Gewinn erwirtschaftet werden.
x in ME
1 500
1 000
500
K ( x ) in GE
Spielzeugautos (2) 3
Klassifikation
£ Teil A S Teil B
Wesentlicher Bereich der Inhaltsdimension:
a) 4 Analysis
b) 4 Analysis
c) 4 Analysis
Nebeninhaltsdimension:
a) —
b) —
c) —
Wesentlicher Bereich der Handlungsdimension:
a) A Modellieren und Transferieren
b) D Argumentieren und Kommunizieren
c) B Operieren und Technologieeinsatz
Nebenhandlungsdimension:
a) C Interpretieren und Dokumentieren
b) —
c) A Modellieren und Transferieren, C Interpretieren und Dokumentieren
Schwierigkeitsgrad: Punkteanzahl:
a) mittel a) 3
b) mittel b) 2
c) leicht c) 3
Thema: Wirtschaft
Quellen: —
