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Mathematik-Aufgabenpool: PDF-Seiten 3801–3850

Aufgabenstellungen und zugehörige offizielle Lösungserwartungen als lesbarer HTML-Text – mit direkten Sprüngen zur richtigen Seite der Sammel-PDF.

Aufgabe B_273: Kleinwald

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PDF-Seiten 3801–3803 · Lösung ab Seite 3804

Kleinwald
Aufgabennummer: B_273
Technologieeinsatz: möglich ☐ erforderlich ☒
Um ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften, kauft ein Landwirt eine kleine Waldfläche.
a) Er erwirbt eine Waldfläche mit einem Flächeninhalt von 18,6 Hektar (ha). Der Preis liegt
bei € 0,95 pro Quadratmeter; der durchschnittliche Erlös pro Jahr soll € 300 pro Hektar
betragen. Der Landwirt legt den Erlös an jedem Jahresende auf ein Sparbuch mit einem
Jahreszinssatz i .
– Berechnen Sie den Kaufpreis.
– Erstellen Sie eine Gleichung, mit deren Hilfe man die Zeitdauer in Jahren, bis der Land
wirt Gewinn erzielt, berechnen kann.
– Berechnen Sie den Gewinn 40 Jahre nach dem Kauf des Waldes bei einem Zinssatz
von 0,8 % p. a.
b) Für eine Abschätzung des Holzvolumens eines Baumes kann man die sogenannte „Win
kelzählprobe“ verwenden. Dafür wird ein 1 m langer Stab verwendet, an dessen Ende ein
4 cm breites Plättchen symmetrisch im rechten Winkel zum Stab montiert ist.
Man hält dieses Gerät waagrecht und bewegt sich damit in die richtige Position, bei der
die Breite des Baums durch das Plättchen verdeckt wird (siehe nachstehende Skizze –
Sicht von oben).
Plättchen
Stab
α
x
r
Baumquerschnitt
– Berechnen Sie den Winkel α .
– Stellen Sie eine Formel zur Berechnung des Baumradius r in Abhängigkeit von x und α
auf.
r = ____________________________
– Zeichnen Sie die Funktion A des Flächeninhalts des Baumquerschnitts in Abhängigkeit
von der Entfernung x mit entsprechender Skalierung der vertikalen Achse in das nach
stehende Koordinatensystem ein.
14,5 14 13,5 13 12,5 12 11,5 11 10,5 10 15
Entfernung x in m
A ( x ) in m
2
Kleinwald 2
c) Der Landwirt hat ermittelt, dass er die Höhe der Bäume annähernd mit hilfe der folgenden
Funktion beschreiben kann:
h ( d ) = 194,85 + 221,89 ∙ ln( d )
d … Durchmesser eines Baums auf Brusthöhe in Zentimetern (cm) mit d ∈ [3; 14]
h ( d ) … Baumhöhe in cm bei einem Durchmesser d
Bei einem Baum wird ein Durchmesser von 5 cm gemessen. Nach einiger Zeit weist der
Baum einen Durchmesser d
0
auf.
– Stellen Sie eine Formel auf, mit der man die mittlere Änderungsrate der Baumhöhe bei
dieser Durchmesseränderung berechnen kann.
k = _______________________________________
– Kreuzen Sie denjenigen Ausdruck an, mit dem die lokale Änderungsrate der Baum
höhe berechnet werden kann. [1 aus 5]
194,85 + 221,89 ∙ ℯ
d
221,89
d
221,89 ∙ ln( d )
194,85 +
221,89
d
221,89 ∙ d
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben. Diagramme sind zu beschriften und zu skalieren.
Kleinwald 3

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Lösung zu Kleinwald

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Kleinwald 4
Möglicher Lösungsweg
a) K ... Kaufpreis
K = 18,6 ∙ 100
2
∙ 0,95 = 176 700
Der Kaufpreis beträgt € 176.700.
q = 1 + i
n ... Zeit in Jahren
176 700 = 5 580 ∙
q
n
– 1
q – 1

1
q
n
Berechnung des Gewinns nach 40 Jahren:
5 580 ∙
1,008
40
– 1
0,008
– 176 700 ∙ 1,008
40
= 18 795,561...
Der Gewinn beträgt € 18.795,56.
b) tan( α ) =
2
100
⇒ α = 1,1457…°
Der Winkel beträgt rund 1,146°.
sin( α ) =
r
x + r
⇒ r =
x ∙ sin( α )
1 – sin( α )
A ( x ) =
(
x ∙ sin( α )
1 – sin( α )
)
2
∙ π mit sin( α ) ≈ 0,019996
14,5 14 13,5 13 12,5 12 11,5 11 10,5 10 15
Entfernung x in m
A ( x ) in m 2
0
0,28
0,26
0,24
0,22
0,2
0,18
0,16
0,14
0,12
0,1
0,08
0,06
0,04
0,02
0,3
Kleinwald 5
c) k … mittlere Änderungsrate der Baumhöhe
h (5) = 194,85 + 221,89 ∙ ln(5) = 551,9… ⇒ k =
194,85 + 221,89 ∙ ln( d
0
) – 551,9…
d
0
– 5
oder:
k =
h ( d
0
) – h (5)
d
0
– 5
[...]
221,89
d

[...]
[...]
[...]
6 Kleinwald
Klassifikation
£ Teil A T Teil B
Wesentlicher Bereich der Inhaltsdimension:
a) 2 Algebra und Geometrie
b) 2 Algebra und Geometrie
c) 3 Funktionale Zusammenhänge
Nebeninhaltsdimension:
a) 3 Funktionale Zusammenhänge
b) 3 Funktionale Zusammenhänge
c) 4 Analysis
Wesentlicher Bereich der Handlungsdimension:
a) B Operieren und Technologieeinsatz
b) A Modellieren und Transferieren
c) C Interpretieren und Dokumentieren
Nebenhandlungsdimension:
a) A Modellieren und Transferieren
b) B Operieren und Technologieeinsatz
c) A Modellieren und Transferieren
Schwierigkeitsgrad: Punkteanzahl:
a) mittel a) 2
b) schwer b) 3
c) mittel c) 2
Thema: Forstwirtschaft
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinwald (Stand vom 28. Juni 2015 um 18:41 Uhr)
http://www.lagerhaus.at/wie viel holz steht in meinem wald+2500+1066813

Aufgabe B_286: Miststreuer

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PDF-Seiten 3807–3808 · Lösung ab Seite 3809

Miststreuer
Aufgabennummer: B_286
Technologieeinsatz: möglich T erforderlich £
Ein Unternehmen stellt Miststreuer her. Die Produktion sowie der Verkauf werden innerhalb
eines Jahres betrachtet.
a) Das Unternehmen geht bezüglich eines speziellen Zusatzteils innerhalb eines Jahres
von folgender Preis-Absatz-Funktion aus:
p ( x ) = –0,02 ∙ ( x + 10)
2
+ 288
x … verkaufte Menge in Mengeneinheiten (ME)
p ( x ) … Preis bei x verkauften ME in Geldeinheiten pro Mengeneinheit (GE/ME)
– Argumentieren Sie anhand der Funktionsgleichung, dass der Graph der Funktion p
einen Hochpunkt hat.
– Berechnen Sie die Sättigungsmenge.
– Stellen Sie eine Gleichung zur Berechnung der erlösmaximierenden Menge auf.
b) Die jährlichen Fixkosten für die Herstellung eines Produktionsteils des Miststreuers
belaufen sich auf 8 000 Geldeinheiten (GE).
Die variablen Gesamtkosten können durch folgende Funktion beschrieben werden:
K
V
( x ) = 0,11 ∙ x ³ – 5 ∙ x ² + 80 ∙ x mit x ≥ 0
x … produzierte Mengeneinheiten (ME)
K
V
( x ) … variable Kosten in GE bei x produzierten ME
– Dokumentieren Sie, wie die langfristige Preisuntergrenze berechnet werden kann.
– Berechnen Sie dasjenige Intervall, in dem die Kostenfunktion degressiv verläuft.
– Interpretieren Sie die Stelle des Übergangs vom degressiven in den progressiven
Verlauf der Kostenfunktion hinsichtlich der Veränderung der Kosten.
c) Ein bestimmtes Miststreuer-Modell hat eine Breite von 1,2 m. Es streut im Stand bis
zu einer Breite von rund 5 m. Dabei wirft es den Mist (wie in der nachstehenden Skizze
ersichtlich) bis zu rund 4 m weit.
Die dick umrandete Fläche der Skizze zeigt den Bereich, der vom stehenden Mist -
streuer bestreut wird.
– Berechnen Sie den Winkel α .
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben. Diagramme sind zu beschriften und zu skalieren.
Miststreuer 2
4 m
5 m 1,2 m α

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Lösung zu Miststreuer

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Miststreuer 3
Möglicher Lösungsweg
a) Da der Koeffizient –0,02 negativ ist, ist der Graph dieser quadratischen Funktion eine
nach unten geöffnete Parabel. Der Scheitel dieser Parabel ist daher der Hochpunkt.
Lösen der Gleichung p ( x ) = 0 ergibt: x = 110 bzw. x = –130 ⇒ 110 Stück ist die
Sättigungsmenge.
p ( x ) = –0,02 ∙ ( x + 10)
2
+ 288 = –0,02 ∙ x
2
– 0,4 ∙ x – 2 + 288
E ( x ) = p ( x ) ∙ x
E ( x ) = –0,02 ∙ x
3
– 0,4 ∙ x
2
+ 286 ∙ x
E ′ ( x ) = 0 ⇒ E ′ ( x ) = –0,06 ∙ x
2
– 0,8 ∙ x + 286 ⇒ –0,06 ∙ x
2
– 0,8 ∙ x + 286 = 0
b) Man berechnet die Gesamtkostenfunktion durch Addition der variablen Kosten
und der Fixkosten. Danach bestimmt man die Durchschnittskostenfunktion, indem
man die Gesamtkostenfunktion durch x dividiert. Man berechnet die Nullstellen der
1. Ableitung der Durchschnittskostenfunktion. Die positive Nullstelle ist Minimumstelle
der Durchschnittskostenfunktion. Die Durchschnittskosten an der Stelle des Minimums
stellen die langfristige Preisuntergrenze dar.
K ( x ) = 0,11 ∙ x
3
– 5 ∙ x
2
+ 80 ∙ x + 8 000
K ″ ( x ) = 0,66 ∙ x – 10 = 0 ⇒ x ≈ 15,15 ME
Die Funktion verläuft im Intervall [ 0; 15,15 ] degressiv.
An dieser Stelle ist die lokale Änderungsrate der Kosten am geringsten.
c) tan
α
2
( )
=
2,5 – 0,6
4
⇒ α ≈ 50,81...°
α ≈ 50,8°
α
α /2
4 Miststreuer
Klassifikation
£ Teil A T Teil B
Wesentlicher Bereich der Inhaltsdimension:
a) 4 Analysis
b) 4 Analysis
c) 2 Algebra und Geometrie
Nebeninhaltsdimension:
a) 3 Funktionale Zusammenhänge
b) —
c) —
Wesentlicher Bereich der Handlungsdimension:
a) B Operieren und Technologieeinsatz
b) C Interpretieren und Dokumentieren
c) A Modellieren und Transferieren
Nebenhandlungsdimension:
a) A Modellieren und Transferieren, D Argumentieren und Kommunizieren
b) B Operieren und Technologieeinsatz, A Modellieren und Transferieren
c) B Operieren und Technologieeinsatz
Schwierigkeitsgrad: Punkteanzahl:
a) mittel a) 3
b) mittel b) 4
c) mittel c) 1
Thema: Sonstiges
Quellen: –

Aufgabe B_269: Tischlereibetrieb

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PDF-Seiten 3811–3812 · Lösung ab Seite 3813

Tischlereibetrieb
Aufgabennummer: B_269
Technologieeinsatz: möglich ☐ erforderlich ☒
Ein Tischlereibetrieb produziert Tischgruppen (Tisch und Sessel), die österreichweit vertrieben
werden sollen.
a) Die Kosten für die Produktion eines bestimmten Tischgruppenmodells lassen sich durch
die Kostenfunktion K beschreiben:
K ( x ) =
x
3
300
– x
2
+ 200 ∙ x + 9 000
Folgende Preis-Absatz-Funktion p beschreibt den Zusammenhang zwischen Absatz und
Preis für dieses Tischgruppenmodell:
p ( x ) = –
10
3
∙ x + 875
x … Tischgruppenmodelle in Mengeneinheiten (ME)
K ( x ) … Kosten bei x ME in Geldeinheiten (GE)
p ( x ) … Preis bei x ME in GE/ME
– Erstellen Sie eine Gleichung der Gewinnfunktion.
– Ermitteln Sie, bei welcher Menge der maximale Gewinn erreicht wird.
– Ermitteln Sie die Durchschnittskosten für die gewinnmaximierende Menge.
– Dokumentieren Sie in Worten, wie man die langfristige Preisuntergrenze berechnen
kann.
b) Für ein anderes Produkt wurde eine fehlerhafte Kostenfunktion erstellt:
K ( x ) =
x
3
300
– x
2
+ 96 ∙ x + 9 000
– Erklären Sie mithilfe des Graphen der Ableitungsfunktion K ′ , warum diese Funktion keine
Grenzkostenfunktion einer ertragsgesetzlichen Kostenfunktion ist.
c) Die Nachfragefunktion ordnet dem Stückpreis die Nachfragemenge zu.
Als Modell für die Nachfragefunktion für eine spezielle Tischgruppe verwendet man eine
Polynomfunktion 2. Grades:
x ( p ) = a ∙ p
2
+ b ∙ p + c
p … Stückpreis in GE/ME
x ( p ) … nachgefragte Menge in ME bei einem Preis p in GE/ME
Folgende Daten wurden erhoben: Bei einem Preis von 1 000 GE/ME besteht eine Nach-
frage von 6 600 ME. Bei einem Preis von 1 200 GE/ME ist die lokale Änderungsrate der
Nachfrage –3 ME pro ME/GE und ab einem Preis von 2 500 GE besteht keine Nachfrage.
– Erstellen Sie ein Gleichungssystem, mit dem eine Gleichung der Nachfragefunktion
berechnet werden kann.
– Bestimmen Sie eine Gleichung der Nachfragefunktion.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben. Diagramme sind zu beschriften und zu skalieren.
Tischlereibetrieb 2

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Lösung zu Tischlereibetrieb

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Tischlereibetrieb 3
Möglicher Lösungsweg
a) G ( x ) = E ( x ) – K ( x ) =
(

10
3
∙ x + 875
)
∙ x –
(
x
3
300
– x
2
+ 200 ∙ x + 9 000
)
G ( x ) = –
x
3
300

7
3
∙ x
2
+ 675 ∙ x – 9 000
G ′ ( x ) = –
x
2
100

14
3
∙ x + 675 = 0 ⇒ x = 115,87…
Der maximale Gewinn wird bei rund 116 ME erzielt.
K ( x )
x
=
x
2
300
– x + 200 +
9 000
x
⇒ K

(115,87...) ≈ 206,55
Die Durchschnittskosten pro ME betragen rund 206,55 GE.
Man berechnet die Nullstelle der 1. Ableitung der Stückkostenfunktion.
Dieser Wert wird in die Stückkostenfunktion eingesetzt. Die sich daraus ergebenden
Stückkosten in GE/ME stellen die langfristige Preisuntergrenze dar.
b) K ′ ( x ) =
x
2
100
– 2 ∙ x + 96
K ′ ( x ) in GE/ME
x in ME
220
200
180
160
140
120
100
80
60
40
20
240
230 220 210 200 190 180 170 160 150 140 130 120 110 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 240
Der Funktionsgraph von K ′ kann keine Grenzkostenfunktion einer ertragsgesetzlichen
Kostenfunktion sein, weil eine ertragsgesetzliche Kostenfunktion streng monoton wach-
send ist und daher die Grenzkostenfunktion keine negativen Funktionswerte hat.
c) 6 600 = a ∙ 1 000
2
+ b ∙ 1 000 + c
–3 = a ∙ 2 ∙ 1 200 + b
0 = a ∙ 2 500
2
+ b ∙ 2 500 + c
Mittels Technologieeinsatz:
x ( p ) ≈ –0,00127 ∙ p
2
+ 0,0545 ∙ p + 7 818,18
4 Tischlereibetrieb
Klassifikation
£ Teil A T Teil B
Wesentlicher Bereich der Inhaltsdimension:
a) 4 Analysis
b) 4 Analysis
c) 4 Analysis
Nebeninhaltsdimension:
a) —
b) 3 Funktionale Zusammenhänge
c) 2 Algebra und Geometrie
Wesentlicher Bereich der Handlungsdimension:
a) B Operieren und Technologieeinsatz
b) D Argumentieren und Kommunizieren
c) A Modellieren und Transferieren
Nebenhandlungsdimension:
a) A Modellieren und Transferieren, C Interpretieren und Dokumentieren
b) B Operieren und Technologieeinsatz
c) B Operieren und Technologieeinsatz
Schwierigkeitsgrad: Punkteanzahl:
a) mittel a) 4
b) mittel b) 2
c) mittel c) 2
Thema: Wirtschaft
Quellen: —

Aufgabe B_440: Werbung

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PDF-Seiten 3815–3816 · Lösung ab Seite 3817

Werbung*
Aufgabennummer: B_440
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
Der Campus einer Universität beherbergt 1 200 Studierende. Eine Fast-Food-Kette möchte
eine Filiale mit neuen, spezifisch auf Studierende abgestimmten Produkten am Campus -
gelände eröffnen. Es kursiert ein Gerücht, dass ein berühmter Hollywoodstar bei der Er -
öffnung der Filiale anwesend sein wird.
Die Funktion N
G
beschreibt näherungsweise die Anzahl der Studierenden, die von dem
Gerücht erfahren haben:
N
G
( t ) =
1 200
1 + 1 199 · ℯ
–0,99 · t
t ... Zeit nach Aufkommen des Gerüchts in Tagen
N
G
( t ) ... Anzahl der Studierenden, die vom Gerücht bis zum Zeitpunkt t erfahren haben
a) 1) Berechnen Sie, wie viele Studierende nach 8 Tagen von dem Gerücht erfahren haben.
b) Auf einem anderen vergleichbaren Campus wird gleichzeitig eine Werbekampagne mit
Plakaten gestartet.
Die Funktion N
W
beschreibt näherungsweise die Anzahl der Studierenden, die durch die
Werbekampagne erreicht werden:
N
W
( t ) = 1 200 ∙ (1 – ℯ
– 0,077 ∙ t
)
t ... Zeit nach Beginn der Werbekampagne in Tagen ( t ≥ 1)
N
W
( t ) ... Anzahl der Studierenden, die durch die Werbekampagne bis zum Zeitpunkt t er-
reicht wurden
1) Bestimmen Sie denjenigen Zeitpunkt t ( t ≥ 1), zu dem gleich viele Studierende vom Ge-
rücht erfahren haben, wie von der Werbekampagne erreicht wurden.
* ehemalige Klausuraufgabe
c) In der nachstehenden Grafik sind der Graph der Funktion N
G
und der Graph ihrer Ab-
leitung N
G
′ dargestellt.
15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 16
1 200
1 000
800
600
400
200
0
1 400
t in Tagen
k = 0
N
G
( t ) in Personen
N
G
′ ( t ) in Personen/Tag
N
G
N
G

t
0
1) Beschreiben Sie, welche Eigenschaft die Ableitungsfunktion N
G
′ und welche Eigen-
schaft die Funktion N
G
an der dargestellten Stelle t
0
hat.
2) Interpretieren Sie die Bedeutung der Stelle t
0
im gegebenen Sachzusammenhang.
Eine Studierende behauptet, dass die 2. Ableitung der Funktion N
G
für alle t ≥ 0 posi-
tiv ist.
3) Argumentieren Sie, warum diese Behauptung falsch ist.
Werbung 2

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Werbung 3
Möglicher Lösungsweg
a1) N
G
(8) = 835,8...
Nach 8 Tagen kennen rund 835 Studierende das Gerücht.
b1) N
W
( t ) = N
G
( t )
Lösung mittels Technologieeinsatz: t = 6,779... ≈ 6,78
Nach etwa 6,78 Tagen haben gleich viele Studierende vom Gerücht erfahren, wie von der
Werbekampagne erreicht wurden.
c1) Die Ableitung N
G
′ hat an der Stelle t
0
eine Maximumstelle.
Die Funktion N
G
hat an der Stelle t
0
eine Wendestelle.
c2) Zur Zeit t
0
ist der Zuwachs der Studierenden, die von dem Gerücht erfahren haben, am
größten.
c3) Die Funktion N
G
ist zwar für 0 ≤ t < t
0
positiv gekrümmt, für t > t
0
jedoch negativ ge-
krümmt. Somit gilt hier für t > t
0
: N
G
″ ( t ) < 0.
Lösungsschlüssel
a1) 1 × B: für die richtige Berechnung der Anzahl der Studierenden, die nach 8 Tagen von
dem Gerücht erfahren haben (Auch ein Runden des Ergebnisses auf 836 Studie-
rende ist als richtig zu werten.)
b1) 1 × A: für den richtigen Ansatz
1 × B: für die richtige Bestimmung des Zeitpunkts
c1) 1 × C1: für die richtige Beschreibung zur Ableitung N
G

1 × C2: für die richtige Beschreibung zur Funktion N
G
c2) 1 × C3: für die richtige Interpretation im gegebenen Sachzusammenhang
c3) 1 × D: für eine richtige Argumentation

Aufgabe B_402: Druckmaschine

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PDF-Seiten 3822–3823 · Lösung ab Seite 3824

Druckmaschine*
Aufgabennummer: B_402
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
Die Geschäftsführung einer Druckerei überlegt die Anschaffung einer neuen Druckmaschine.
a) Eine Druckmaschine A mit Anschaffungskosten in Höhe von € 1.200.000 hat eine
Nutzungsdauer von 4 Jahren. Mit dieser Maschine können jährlich 20 000 Bücher her-
gestellt werden, die zu einem Stückpreis von € 18 verkauft werden. Die Herstellungs-
kosten betragen € 4 pro Buch. Jährlich fallen Kosten für Wartungsarbeiten in Höhe
von € 8.000 an.
– Übertragen Sie für den Zeitraum der Nutzungsdauer die Einnahmen, Ausgaben und
Rückflüsse in die nachstehende Tabelle.
Jahr Einnahmen in € Ausgaben in € Rückflüsse in €
0
1
2
3
4
– Erklären Sie anhand dieser Tabelle, warum diese Investition sogar bei einem kalkula-
torischen Zinssatz von 0 % nicht vorteilhaft ist.
b) Für die Anschaffung einer Druckmaschine B wurde der Kapitalwert C
0
dieser Investition
durch folgende Rechnung ermittelt:
C
0
= –900 000 +
260 000
1,075
+
260 000
1,075
2
+
260 000
1,075
3
+
350 000
1,075
4
≈ 38 217
– Lesen Sie aus der obigen Rechnung den kalkulatorischen Zinssatz ab.
– Stellen Sie den Zahlungsstrom dieser Investition auf einer Zeitachse dar.
– Interpretieren Sie den Kapitalwert im Hinblick auf die Vorteilhaftigkeit der Investition.
* ehemalige Klausuraufgabe
c) Für die Beurteilung der Vorteilhaftigkeit der Anschaffung einer Druckmaschine C ist der
Kapitalwert dieser Investition in Abhängigkeit vom kalkulatorischen Zinssatz in der nach-
stehenden Abbildung dargestellt (Kapitalwertkurve).
0 2 4 6 8 10 12
kalkulatorischer
Zinssatz in %
0
–50 000
–100 000
150 000
100 000
50 000
300 000
250 000
200 000
Kapitalwert in €
Ein Mitarbeiter behauptet: „Wenn die Anschaffungskosten um € 50.000 niedriger wären,
hätten wir einen internen Zinssatz von über 10 %.“
– Skizzieren Sie in der oben stehenden Abbildung diejenige Kapitalwertkurve, für die die
Anschaffungskosten um € 50.000 niedriger sind.
– Markieren Sie in der von Ihnen skizzierten Kapitalwertkurve den internen Zinssatz.
d) Für eine Druckmaschine D mit Anschaffungskosten in Höhe von € 800.000 und einer
Nutzungs dauer von 4 Jahren wurden folgende Rückflüsse ermittelt: je € 220.000 im ers-
ten, zweiten und dritten Jahr, € 280.000 im vierten Jahr. Die Druckerei kann die Rückflüs-
se zu einem Zinssatz von 3,5 % p. a. wiederveranlagen.
– Berechnen Sie den modifizierten internen Zinssatz dieser Investition.
– Interpretieren Sie den modifizierten internen Zinssatz im Hinblick auf die Vorteilhaftigkeit
dieser Investition.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben. Diagramme sind zu beschriften und zu skalieren.
Druckmaschine 2

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Lösung zu Druckmaschine

Lösung als kompakte PDF öffnen

Druckmaschine 3
Möglicher Lösungsweg
a)
Jahr Einnahmen in € Ausgaben in € Rückflüsse in €
0 1 200 000 –1 200 000
1 360 000 88 000 272 000
2 360 000 88 000 272 000
3 360 000 88 000 272 000
4 360 000 88 000 272 000
Da die Summe der positiven Rückflüsse (€ 1.088.000) kleiner als die Anschaffungskosten
ist, ist diese Investition sicherlich nicht vorteilhaft.
b) kalkulatorischer Zinssatz: 7,5 %
Zeit in Jahren
€ 900.000
€ 260.000 € 260.000 € 260.000 € 350.000
3 2 1 0 4
Der Kapitalwert C
0
ist positiv, daher ist diese Investition vorteilhaft.
Druckmaschine 4
c)
0 2 4 6 8 10 12
kalkulatorischer
Zinssatz in %
0
–50 000
–100 000
150 000
100 000
50 000
300 000
250 000
200 000
Kapitalwert in €
interner Zinssatz
d) Endwert E der wiederveranlagten Rückflüsse:
E = 220 000 ∙ 1,035
3
+ 220 000 ∙ 1,035
2
+ 220 000 ∙ 1,035 + 280 000 = 987 287,4…
modifizierter interner Zinssatz i
mod
:
i
mod
=
987 287,4…
800 000

4
– 1 = 0,0539… ≈ 5,4 %
Da der modifizierte interne Zinssatz höher als der Wiederveranlagungszinssatz ist, ist diese
Investition vorteilhaft.
Druckmaschine 5
Lösungsschlüssel
a) 1 × A: für das richtige Übertragen der Einnahmen, Ausgaben und Rückflüsse in die vorge-
gebene Tabelle
1 × D: für die richtige Erklärung zur Vorteilhaftigkeit der Investition
b) 1 × C1: für das richtige Ablesen des kalkulatorischen Zinssatzes
1 × A: für das richtige Darstellen des Zahlungsstroms auf einer Zeitachse
1 × C2: für die richtige Interpretation des Kapitalwerts im Hinblick auf die Vorteilhaftigkeit
der Investition
c) 1 × A: für das richtige Skizzieren der Kapitalwertkurve
1 × C: für das richtige Markieren des internen Zinssatzes in der neu skizzierten Kapital-
wertkurve
d) 1 × B: für die richtige Berechnung des modifizierten internen Zinssatzes
1 × C: für die richtige Interpretation des modifizierten internen Zinssatzes im Hinblick auf
die Vorteilhaftigkeit der Investition

Aufgabe B_415: Seegrundstück

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PDF-Seiten 3827–3828 · Lösung ab Seite 3829

Seegrundstück*
Aufgabennummer: B_415
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
Für den Kauf eines Seegrundstücks benötigt der Käufer einen Kredit in Höhe von € 865.000.
(Spesen und Gebühren werden nicht berücksichtigt.)
a) Ein Kreditinstitut macht folgendes Angebot:
Der Kreditnehmer bezahlt am Ende jedes Jahres eine Rate in Höhe von € 100.000 bei
einem Zinssatz von 6,75 % p. a.
– Berechnen Sie, wie viele volle Raten der Kreditnehmer bezahlen muss.
– Berechnen Sie die Höhe des ein Jahr nach der letzten vollen Rate fälligen Restbetrags.
b) Ein anderes Kreditinstitut stellt einen Tilgungsplan zur Rückzahlung des Kredits auf. Ein
Ausschnitt dieses Tilgungsplans ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt.
Jahr Zinsanteil Tilgungsanteil Annuität Restschuld
0 € 865.000
1 € 51.467,50 € 53.532,50
2 € 48.282,32 € –48.282,32
...
– Ermitteln Sie die Annuität und die Restschuld im Jahr 1.
Im Jahr 2 sind die beiden Einträge in den Spalten „Zinsanteil“ und „Tilgungsanteil“ bis auf
das Vorzeichen gleich.
– Beschreiben Sie die Auswirkungen auf die Restschuld im Jahr 2.
* ehemalige Klausuraufgabe
c) Ein weiteres Angebot zur Rückzahlung des Kredits innerhalb von 10 Jahren kann mithilfe
folgender Zeitachse dargestellt werden:
Auszahlung: € 865.000
Rückzahlung:
Zeit in Jahren
R R R R R R € 80.000 € 100.000 € 110.000
10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
– Beschreiben Sie den Rückzahlungsvorgang des in der Zeitachse dargestellten Angebots
in Worten.
– Berechnen Sie die Ratenhöhe R bei einem Zinssatz von 6 % p. a.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben.
Seegrundstück 2

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Lösung zu Seegrundstück

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Seegrundstück 3
Möglicher Lösungsweg
a) 865 000 = 100 000 ·
1,0675
n
– 1
0,0675
·
1
1,0675
n
Lösung der Gleichung mittels Technologieeinsatz:
n = 13,42...
Der Kreditnehmer muss 13 volle Raten bezahlen.
(
865 000 – 100 000 ·
1,0675
13
– 1
0,0675
·
1
1,0675
13 )
· 1,0675
14
= 43 077,457...
Die Höhe des Restbetrags beträgt € 43.077,46.
b) Annuität im Jahr 1: 51 467,50 + 53 532,50 = 105 000
Restschuld im Jahr 1: 865 000 – 53 532,50 = 811 467,50
Im Jahr 1 beträgt die Annuität € 105.000 und die Restschuld € 811.467,50.
Die Restschuld erhöht sich um die anfallenden Zinsen.
c) Jeweils am Ende des ersten, des dritten und des vierten Jahres erfolgt eine Einmalzahlung
in Höhe von € 100.000, € 80.000 bzw. € 110.000.
Ab dem fünften Jahr wird eine 6-mal zahlbare nachschüssige Jahresrate in Höhe von R
vereinbart.
Restschuld zum Zeitpunkt t = 4 Jahre:
865 000 · 1,06
4
– 100 000 · 1,06
3
– 80 000 · 1,06 – 110 000 = 778 140,970...
778 140,970... = R ·
1,06
6
– 1
0,06
·
1
1,06
6
Berechnung mittels Technologieeinsatz: R = 158 244,793...
Die Ratenhöhe beträgt € 158.244,79.
Seegrundstück 4
Lösungsschlüssel
a) 1 × B1: für die richtige Berechnung der Anzahl der Vollraten
1 × B2: für die richtige Berechnung der Höhe des Restbetrags
b) 1 × B: für das richtige Ermitteln der Annuität und der Restschuld im Jahr 1
1 × C: für die richtige Beschreibung der Auswirkungen auf die Restschuld im Jahr 2
c) 1 × C: für die richtige Beschreibung des Rückzahlungsvorgangs
1 × A: für einen richtigen Ansatz
1 × B: für die richtige Berechnung der Ratenhöhe

Aufgabe B_418: Spam (1)

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PDF-Seiten 3835–3836 · Lösung ab Seite 3837

Spam (1)*
Aufgabennummer: B_418
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
Als Spam werden unerwünscht zugestellte E-Mails bezeichnet.
a) Der nachstehenden Tabelle kann man die Entwicklung der Anzahl der weltweit täglich
versendeten Spam-Mails in Milliarden entnehmen.
Beginn des Jahres ...
Anzahl der weltweit täglich versendeten
Spam-Mails in Milliarden
2010 62
2011 42
2012 30
Die Anzahl der Spam-Mails kann näherungsweise durch die Funktion S beschrieben wer-
den:
S ( t ) = 50 · 0,6
t
+ 12
t ... Zeit in Jahren ab 2010, d. h., für den Beginn des Jahres 2010 gilt: t = 0
S ( t ) ... Anzahl der weltweit täglich versendeten Spam-Mails zur Zeit t in Milliarden
– Zeigen Sie, dass die Funktion S die Anzahl der weltweit täglich versendeten Spam-Mails
für den Beginn des Jahres 2012 richtig beschreibt.
Die Funktion S kann auch in der Form S ( t ) = 50 · ℯ
k · t
+ 12 angegeben werden.
– Berechnen Sie k .
– Beschreiben Sie das Ergebnis der Berechnung
S (5) – S (3)
S (3)
≈ –0,30 im gegebenen
Sachzusammenhang.
* ehemalige Klausuraufgabe
b) Nach Expertenschätzungen sind 80 % aller E-Mails Spam.
In 8 % aller E-Mails kommt das Wort „Konto“ vor.
7 % aller E-Mails enthalten das Wort „Konto“ und sind Spam.
S bezeichnet das Ereignis, dass ein zufällig ausgewähltes E-Mail Spam ist, S

bezeichnet
das Gegenereignis von S .
K bezeichnet das Ereignis, dass ein zufällig ausgewähltes E-Mail das Wort „Konto“ ent-
hält, K

bezeichnet das Gegenereignis von K .
– Vervollständigen Sie die nachstehende Vierfeldertafel so, dass sie den beschriebenen
Sachverhalt wiedergibt.
S S

Summe
K
K

Summe
– Lesen Sie aus der Vierfeldertafel die Wahrscheinlichkeit ab, dass ein zufällig ausgewähl-
tes E-Mail kein Spam ist und das Wort „Konto“ enthält.
Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses E wird in diesem Zusammenhang durch folgen-
den Ausdruck ermittelt:
P ( E ) =
0,07
0,08
– Beschreiben Sie dieses Ereignis im gegebenen Sachzusammenhang.
c) Mit einem Aktienspam wird durch massenhaften Versand von E-Mails eine meist wertlose
Aktie beworben, um deren Kurs in die Höhe zu treiben. Der Versender ist selbst Besitzer
der Aktie, die er nach der Kurssteigerung gewinnbringend verkauft, worauf der Kurs wie-
der fällt.
Für eine so beworbene Aktie hat es in den 4 Quartalen eines Jahres folgende prozentuelle
Kursänderungen gegeben:
Quartal 1 2 3 4
Kursänderung + 5 % + 20 % + 25 % – 50 %
– Berechnen Sie die mittlere prozentuelle Kursänderung pro Quartal.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben.
Spam (1) 2

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Lösung zu Spam (1)

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Spam (1) 3
Möglicher Lösungsweg
a) Beginn des Jahres 2012: S (2) = 50 · 0,6
2
+ 12 = 30
k = ln(0,6) = –0,510... ≈ –0,51
Im Zeitraum vom Beginn des Jahres 2013 bis zum Beginn des Jahres 2015 ist die Anzahl
der weltweit täglich versendeten Spam-Mails um rund 30 % gesunken.
b)
S S

Summe
K 0,07 0,01 0,08
K

0,73 0,19 0,92
Summe 0,80 0,20
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig ausgewähltes E-Mail kein Spam ist und das Wort
„Konto“ enthält, beträgt 1 %.
E ist das Ereignis, dass ein (zufällig ausgewähltes) E-Mail Spam ist unter der Bedingung,
dass es das Wort „Konto“ enthält.
c)

4
1,05 · 1,2 · 1,25 · 0,5 – 1 = –0,0579... ≈ –0,058
Die mittlere prozentuelle Kursänderung pro Quartal beträgt rund –5,8 %.
Die angegebenen prozentuellen Kursänderungen könnten auch als Kursänderungen in
Bezug auf den Beginn des 1. Quartals aufgefasst werden. Eine diesem Ansatz entspre-
chende Berechnung der mittleren prozentuellen Kursänderung pro Quartal ist dann als
richtig zu werten.
Spam (1) 4
Lösungsschlüssel
a) 1 × D: für den richtigen Nachweis
1 × B: für die richtige Berechnung von k
1 × C: für die richtige Interpretation des Ergebnisses der Berechnung im gegebenen
Sachzusammenhang
b) 1 × A: für das richtige Vervollständigen der Vierfeldertafel
1 × C1: für das richtige Ablesen der Wahrscheinlichkeit
1 × C2: für die richtige Beschreibung des Ereignisses im gegebenen Sachzusammenhang
c) 1 × B: für die richtige Berechnung der mittleren prozentuellen Kursänderung pro Quartal
Die angegebenen prozentuellen Kursänderungen könnten auch als Kursände-
rungen in Bezug auf den Beginn des 1. Quartals aufgefasst werden. Eine diesem
Ansatz entsprechende Berechnung der mittleren prozentuellen Kursänderung pro
Quartal ist dann als richtig zu werten.

Aufgabe B_419: Lampenproduktion (1)

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PDF-Seiten 3839–3840 · Lösung ab Seite 3841

Lampenproduktion (1)*
Aufgabennummer: B_419
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
Ein Unternehmen produziert verschiedene Lampen.
a) In der nachstehenden Abbildung ist der Graph der Stückkostenfunktion K der Leuchte
Credas dargestellt.
x in ME
30 25 20 15 10 5 0 35
30
25
20
15
10
5
0
35
K ( x ) in GE/ME
K
Die zugehörige Grenzkostenfunktion K ′ ist gegeben durch:
K ′ ( x ) = 0,5 · x + 5
x ... Anzahl der produzierten ME
K ′ ( x ) ... Grenzkosten bei x produzierten ME in GE/ME
– Zeichnen Sie den Graphen der Grenzkostenfunktion K ′ in der obigen Abbildung ein.
– Lesen Sie das Betriebsoptimum ab.
– Erstellen Sie eine Gleichung der zugehörigen Kostenfunktion K .
– Berechnen Sie die Fixkosten.
* ehemalige Klausuraufgabe
b) Die Kosten für die Produktion der Pendelleuchte Ecos lassen sich näherungsweise durch
eine Kostenfunktion K beschreiben:
K ( x ) = 0,05 · x
2
+ 3 · x + 155
x ... Anzahl der produzierten ME
K ( x ) ... Kosten bei x produzierten ME in GE
Die Pendelleuchte wird zu einem fixen Preis von 9 GE/ME verkauft.
– Erstellen Sie eine Gleichung der zugehörigen Gewinnfunktion.
– Ermitteln Sie die Gewinngrenzen.
– Ermitteln Sie den maximalen Gewinn.
c) Für eine quadratische Gewinnfunktion G gilt:
G ( x ) = a · x
2
+ b · x + c
x ... Anzahl der abgesetzten ME
G ( x ) ... Gewinn bei x abgesetzten ME in GE
Es wird behauptet, dass die Extremstelle von G bei x
0
= –
b
2 · a
liegt.
– Zeigen Sie, dass diese Behauptung stimmt.
– Geben Sie an, welche Bedingung für den Koeffizienten a gelten muss, damit an dieser
Stelle ein Maximum vorliegt.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben. Diagramme sind zu beschriften und zu skalieren.
Lampenproduktion (1) 2

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Lösung zu Lampenproduktion (1)

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Lampenproduktion (1) 3
Möglicher Lösungsweg
a) Betriebsoptimum: x
opt
= 20 ME
Toleranzbereich: [18 ME; 22 ME]
K ( x ) =

(0,5 · x + 5) d x =
= 0,25 · x
2
+ 5 · x + C
K (20) = 20 · 15 = 300
300 = 0,25 · 20
2
+ 5 · 20 + C
C = 100
Die Fixkosten betragen 100 GE.
x in ME
30 25 20 15 10 5 0 35
30
25
20
15
10
5
0
35
K ′
K ( x ), K ′ ( x ) in GE/ME
K
b) G ( x ) = E ( x ) – K ( x ) = 9 · x – (0,05 · x
2
+ 3 · x + 155) = –0,05 · x
2
+ 6 · x – 155
G ( x ) = 0:
Lösen der Gleichung mittels Technologieeinsatz: x
1
= 37,639... ME ≈ 37,64 ME,
x
2
= 82,360... ME ≈ 82,36 ME
G ′ ( x ) = 0:
0 = –0,1 · x + 6
x = 60
G (60) = 25
Der maximale Gewinn beträgt 25 GE.
Eine Überprüfung, ob an der berechneten Stelle tatsächlich ein Maximum vorliegt,
z. B. mithilfe der 2. Ableitung, ist hier nicht erforderlich.
c) G ′ ( x ) = 2 · a · x + b
0 = 2 · a · x
0
+ b
⇒ x
0
= –
b
2 · a
Es muss gelten: a < 0.
Lampenproduktion (1) 4
Lösungsschlüssel
a) 1 × B1: für das richtige Einzeichnen des Graphen der Grenzkostenfunktion
1 × C: für das richtige Ablesen des Betriebsoptimums im Toleranzbereich [18 ME; 22 ME]
1 × A: für das richtige Erstellen der Gleichung der Kostenfunktion (ohne Berechnung der
Integrationskonstanten)
1 × B2: für die richtige Berechnung der Fixkosten
b) 1 × A: für das richtige Erstellen der Gleichung der Gewinnfunktion
1 × B1: für das richtige Ermitteln der Gewinngrenzen
1 × B2: für das richtige Ermitteln des maximalen Gewinns (Eine Überprüfung, ob an der
berechneten Stelle tatsächlich ein Maximum vorliegt, z. B. mithilfe der 2. Ablei-
tung, ist nicht erforderlich.)
c) 1 × D: für den richtigen Nachweis
1 × A: für das richtige Angeben der Bedingung

Aufgabe B_420: Pensionsvorsorge

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PDF-Seiten 3847 · Lösung ab Seite 3848

Pensionsvorsorge*
Aufgabennummer: B_420
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
Alexander möchte für seine Pension ansparen. In den folgenden Aufgaben wird die Kapital
ertragssteuer nicht berücksichtigt.
a) Er zahlt 15 Jahre lang monatlich vorschüssig € 400 auf ein mit 0,27 % p. m. verzinstes
privates Pensionskonto und lässt sein Geld anschließend 25 Jahre bei gleichbleibendem
Zinssatz angelegt.
– Berechnen Sie seinen privaten Pensionsbetrag nach 40 Jahren.
b) Eine Bank unterbreitet ihm folgenden Vorschlag:
Durch Einzahlungen von € 20.000 sofort, € 30.000 nach 5 Jahren und € 40.000 nach
15 Jahren garantiert sie ihm nach insgesamt 40 Jahren ein angespartes Kapital von
€ 200.000.
– Veranschaulichen Sie diesen Zahlungsstrom (Einzahlungen und angespartes Kapital) auf
einer Zeitachse.
– Berechnen Sie den zugehörigen Jahreszinssatz.
c) Er hat auf seinem privaten Pensionskonto, das mit 2 % p. a. verzinst wird, einen Betrag in
Höhe von € 200.000 angespart.
Nun vergleicht er zwei Auszahlungsvarianten:
Variante 1: Er hebt am Ende jedes Jahres € 12.000 ab.
Variante 2: Er hebt am Ende jedes Jahres € 4.000 ab.
– Berechnen Sie, wie oft er bei Variante 1 den vollen Betrag abheben könnte.
– Erklären Sie, warum bei Variante 2 das angesparte Kapital am Pensionskonto erhalten
bleibt.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben.
* ehemalige Klausuraufgabe

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Lösung zu Pensionsvorsorge

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Pensionsvorsorge 2
Möglicher Lösungsweg
a) 400 ∙ 1,0027 ∙
1,0027
180
– 1
0,0027
= 92 803,312...
92 803,312... ∙ 1,0027
300
= 208 385,722...
Sein privater Pensionsbetrag beträgt nach 40 Jahren rund € 208.385,72.
b)
Zeit in Jahren
35 30 25 20 15 10 5 0 40
€ 40.000 € 20.000
€ 30.000
€ 200.000
200 000 = 20 000 ∙ (1 + i )
40
+ 30 000 ∙ (1 + i )
35
+ 40 000 ∙ (1 + i )
25
Lösung mittels Technologieeinsatz:
i = 0,02514...
Der zugehörige Jahreszinssatz beträgt rund 2,51 % p. a.
c) 200 000 = 12 000 ∙
1,02
n
– 1
0,02

1
1,02
n
Lösung mittels Technologieeinsatz:
n = 20,4...
Er könnte 20 mal den vollen Betrag in Höhe von € 12.000 abheben.
Bei Variante 2 bleibt das angesparte Kapital erhalten, weil der Betrag, den er am Ende
jedes Jahres abhebt, genau den anfallenden Zinsen entspricht.
Lösungsschlüssel
a) 1 × B: für die richtige Berechnung des Pensionsbeitrags nach 40 Jahren
b) 1 × A: für das richtige Darstellen auf einer Zeitachse
1 × B: für die richtige Berechnung des Jahreszinssatzes
c) 1 × B: für die richtige Berechnung der Anzahl der Vollraten
1 × D: für die richtige Erklärung

Aufgabe B_421: Grenzkosten und Grenzerlös

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PDF-Seiten 3849–3850 · Lösung ab Seite 3851

Grenzkosten und Grenzerlös*
Aufgabennummer: B_421
Technologieeinsatz: möglich £ erforderlich T
a) Die Produktionskosten eines Unternehmens lassen sich näherungs weise durch die
folgende Kostenfunktion K beschreiben:
K ( x ) = 0,001 · x
3
– 0,115 · x
2
+ 5,2 · x + 50
x ... Produktionsmenge in Mengeneinheiten (ME)
K ( x ) ... Kosten bei der Produktionsmenge x in Geldeinheiten (GE)
– Berechnen Sie die mittlere Änderungsrate von K , wenn die Produktion von 20 ME auf
25 ME erhöht wird.
– Berechnen Sie die Grenzkosten bei einer Produktion von 20 ME.
– Interpretieren Sie diesen Grenzkostenwert im gegebenen Sachzusammenhang.
* ehemalige Klausuraufgabe
b) Um für eine ertragsgesetzliche Kostenfunktion K mit K ( x ) = a ∙ x ³ + b ∙ x ² + c ∙ x + d das
Betriebs optimum zu ermitteln, wurde folgende Rechnung angesetzt:
K ( x )
x
= a ∙ x
2
+ b ∙ x + c +
d
x
(
K ( x )
x
)

= 2 ∙ a ∙ x + b +
d
x
Dabei ist die Berechnung der Ableitungsfunktion fehlerhaft.
– Stellen Sie die Berechnung der Ableitungsfunktion richtig.
c) In der nachstehenden Abbildung ist der Graph einer linearen Grenzerlösfunktion E ′ darge-
stellt.
E ′ ( x ) in GE/ME
x in ME
0
0
2
4
6
8
–8
–6
–4
–2
10 20 30 40 50 60 70 80 90 100
E ′
– Stellen Sie eine Gleichung von E ′ auf.
– Berechnen Sie den Inhalt der markierten Fläche.
– Interpretieren Sie unter Angabe der entsprechenden Einheit den Inhalt der markierten
Fläche im gegebenen Sachzusammenhang.
– Interpretieren Sie die Bedeutung der Nullstelle von E ′ in Bezug auf die zugehörige Erlös-
funktion E im gegebenen Sachzusammenhang.
Hinweis zur Aufgabe:
Lösungen müssen der Problemstellung entsprechen und klar erkennbar sein. Ergebnisse sind
mit passenden Maßeinheiten anzugeben.
Grenzkosten und Grenzerlös 2

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Lösung zu Grenzkosten und Grenzerlös

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Grenzkosten und Grenzerlös 3
Möglicher Lösungsweg
a)
K (25) – K (20)
25 – 20
=
123,75 – 116
5
=
7,75
5
= 1,55
Die mittlere Änderungsrate von K im Intervall [20 ME; 25 ME] beträgt 1,55 GE/ME.
K ′ ( x ) = 0,003 ∙ x
2
– 0,23 ∙ x + 5,2
K ′ (20) = 1,8
Die Grenzkosten bei einer Produktion von 20 ME betragen 1,8 GE/ME.
Bei einer Produktionsmenge von 20 ME führt eine Steigerung der Produktion um 1 ME zu
einer Kostensteigerung von näherungsweise 1,8 GE.
b) (
K ( x )
x
)

= 2 ∙ a ∙ x + b –
d
x
2
c) E ′ ( x ) = –
8
50
∙ x + 8
E ′ (20) = 4,8
A =
(8 + 4,8) ∙ 20
2
= 128
Bei 20 abgesetzten ME beträgt der Erlös 128 GE.
Bei 50 abgesetzten ME ist der Erlös maximal.
Lösungsschlüssel
a) 1 × B1: für die richtige Berechnung der mittleren Änderungsrate
1 × B2: für die richtige Berechnung der Grenzkosten
1 × C: für die richtige Interpretation im gegebenen Sachzusammenhang
b) 1 × B: für das Richtigstellen der Berechnung der Ableitungsfunktion
c) 1 × A: für das richtige Aufstellen der Grenzerlösfunktion
1 × B: für die richtige Berechnung des Flächeninhalts
1 × C1: für die richtige Interpretation des Inhalts der markierten Fläche im gegebenen
Sachzusammenhang mit Angabe der Einheit
1 × C2: für die richtige Interpretation der Nullstelle von E ′ in Bezug auf die Erlösfunktion E
im gegebenen Sachzusammenhang