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Mathematik-Matura Jänner 2020 · Berufsreifeprüfung – Aufgaben
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21 Seiten · 19 358 auslesbare Zeichen · zuletzt geprüft am 2026-08-11
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Im Original auf Seite 1 öffnenName:
Klasse/Jahrgang:
BHS
14. Jänner 2020
Angewandte Mathematik
BAfEP, BASOP
Berufsreifeprüfung
Mathematik
BRP
Standardisierte kompetenzorientierte
schriftliche Reife- und Diplomprüfung
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Hinweise zur Aufgabenbearbeitung
Liebe Kandidatin! Lieber Kandidat!
Es gilt folgender Beurteilungsschlüssel:
44–48 Punkte Sehr gut
38– 43 Punkte Gut
31– 37 Punkte Befriedigend
23–30 Punkte Genügend
0–22 Punkte Nicht genügend Viel Erfolg!
So ändern Sie Ihre Antwort bei Aufgaben zum
Ankreuzen:
1. Übermalen Sie das Kästchen mit der nicht mehr
gültigen Antwort.
2. Kreuzen Sie dann das gewünschte Kästchen an.
Hier wurde zuerst die Antwort „5 + 5 = 9“ gewählt und dann auf „2 + 2 = 4“ geändert.
1 + 1 = 3
2 + 2 = 4 T
3 + 3 = 5
4 + 4 = 4
5 + 5 = 9
So wählen Sie eine bereits übermalte Antwort:
1. Übermalen Sie das Kästchen mit der nicht mehr
gültigen Antwort.
2. Kreisen Sie das gewünschte übermalte Kästchen
ein.
Hier wurde zuerst die Antwort „2 + 2 = 4“ übermalt und dann wieder gewählt.
1 + 1 = 3
2 + 2 = 4
3 + 3 = 5
4 + 4 = 4
5 + 5 = 9
Das vorliegende Aufgabenheft enthält Teil-A-Auf gaben und Teil-B-Aufgaben mit jeweils unterschiedlich vielen Teil aufgaben. Die Teilaufgaben
sind unabhängig voneinander bearbeitbar. Ihnen
stehen insgesamt 270 Minuten an reiner Arbeitszeit zur Verfügung.
Verwenden Sie für die Bearbeitung ausschließlich
dieses Aufgabenheft und das Ihnen zur Verfügung gestellte Arbeitspapier. Schreiben Sie Ihren
Namen und Ihren Jahrgang bzw. Ihre Klasse in
die dafür vorgesehenen Felder auf dem Deckblatt
des Aufgabenhefts sowie Ihren Namen und die
fortlaufende Seitenzahl auf jedes verwendete Blatt
Arbeitspapier. Geben Sie bei der Beantwortung
jeder Teilaufgabe deren Bezeichnung (z. B.: 3d1)
auf dem Arbeitspapier an.
In die Beurteilung wird alles einbezogen, was nicht
durchgestrichen ist. Streichen Sie Notizen durch.
Die Verwendung von approbierten Formelheften
bzw. von der Formel sammlung für die SRDP in
Angewandter Mathematik und von elektronischen
Hilfsmitteln (z. B. grafikfähiger Taschenrechner oder
andere entsprechende Technologie) ist erlaubt,
sofern keine Kommunikationsmöglichkeit (z. B. via
Internet, Intranet, Bluetooth, Mobilfunknetzwerke
etc.) gegeben ist und der Zugriff auf Eigendateien
im elektronischen Hilfsmittel nicht möglich ist.
Eine Erläuterung der Antwortformate liegt im Prüfungsraum zur Durchsicht auf.
Handreichung für die Bearbeitung
– Jede Berechnung ist mit einem nachvollziehbaren Rechenansatz und einer nachvollziehbaren
Dokumentation des Technologieeinsatzes (die
verwendeten Ausgangsparameter und die verwendete Technologiefunktion müssen angegeben werden) durchzuführen.
– Selbst gewählte Variablen sind zu erklären und
gegebenenfalls mit Einheiten zu benennen.
– Ergebnisse sind eindeutig hervorzuheben.
– Ergebnisse sind mit entsprechenden Einheiten
anzugeben, wenn dies in der Handlungsan weisung explizit gefordert wird.
– Werden Diagramme oder Skizzen als Lösungen
erstellt, so sind die Achsen zu skalieren und zu
beschriften.
– Werden geometrische Skizzen erstellt, so sind
die lösungsrelevanten Teile zu beschriften.
– Vermeiden Sie frühzeitiges Runden.
– Legen Sie allfällige Computerausdrucke der
Lösung mit Ihrem Namen beschriftet bei.
– Wird eine Aufgabe mehrfach gerechnet, so sind
alle Lösungswege bis auf einen zu streichen.
Aufgabe 1: Flüssigkeitsbehälter
Im Original auf Seite 3 öffnen3
Aufgabe 1
Flüssigkeitsbehälter
a) Das nachstehend abgebildete zylindrische Gefäß mit der Höhe h = 16 dm fasst bei Befüllung
bis 10 cm unter den oberen Rand 1 200 L.
h
d
d
1) Berechnen Sie den Durchmesser d des Gefäßes. [1 Punkt]
b) Ein Raum hat eine quadratische Grundfläche mit der Seitenlänge a . Es werden darin 4 zylindrische Gefäße mit gleichem Außendurchmesser gelagert (siehe nachstehende Abbildung,
Ansicht von oben).
a
a
1) Erstellen Sie eine Formel zur Berechnung des Inhalts A der grau markierten Fläche aus der
Seitenlänge a .
A = [1 Punkt]
c) Ein Flüssigkeitsbehälter wird befüllt. Dabei kann die Flüssigkeitsmenge im Flüssigkeitsbehälter
in Abhängigkeit von der Füllzeit näherungsweise durch die Funktion F beschrieben werden.
F ( t ) = 1 100 – 800 · ℯ
–0,02 · t
t ... Füllzeit in min
F ( t ) ... Flüssigkeitsmenge im Flüssigkeitsbehälter zur Füllzeit t in L
Die Gleichung 900 = 1 100 – 800 · ℯ
–0,02 · t
wird nach t gelöst.
1) Beschreiben Sie die Bedeutung der Lösung im gegebenen Sachzusammenhang. [1 Punkt]
Aufgabe 2: Lieblingsfarbe
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Aufgabe 2
Lieblingsfarbe
a) Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person Rosa als Lieblingsfarbe nennt,
beträgt 13 %.
25 zufällig ausgewählte Personen werden nach ihrer Lieblingsfarbe gefragt.
1) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass genau 3 der 25 Personen Rosa als Lieblings farbe nennen. [1 Punkt]
b) Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person Orange als Lieblingsfarbe
nennt, beträgt 7 %.
Unter n befragten Personen soll mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 90 % mindestens 1 Person sein, die Orange als Lieblingsfarbe nennt.
1) Berechnen Sie die Anzahl n derjenigen Personen, die dafür mindestens befragt werden
müssen. [1 Punkt]
c) Die binomialverteilte Zufallsvariable X beschreibt die Anzahl derjenigen Personen unter 10 Befragten, die Lila als Lieblingsfarbe nennen. Die Wahrscheinlichkeitsfunktion dieser Zufallsvariablen ist in der nachstehenden Abbildung dargestellt.
0,35
P ( X = k )
k
0,30
0,40
0,25
0,20
0,15
0,10
0,05
0,00
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
0,36
0,22
0,11
0,03
0,01
Die Wahrscheinlichkeit, dass unter 10 Befragten maximal 3 Befragte Lila als Lieblingsfarbe
nennen, beträgt 96 %.
1) Zeichnen Sie in der obigen Abbildung die fehlende Säule für P ( X = 2) ein. [1 Punkt]
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Im Original auf Seite 5 öffnen5
d) Die Schüler/innen einer Schule wurden nach ihren Lieblingsfarben gefragt. In der nach stehenden Abbildung ist dargestellt, wie viel Prozent der Befragten die jeweilige Farbe als
Lieblingsfarbe genannt haben.
40 %
19 %
18 %
16 %
11 %
Blau
Rot
Grün
Schwarz
Gelb
Lieblingsfarbe
1) Beschreiben Sie, woran man erkennen kann, dass man auch mehr als eine Lieblingsfarbe
nennen durfte. [1 Punkt]
Aufgabe 3: Wandern
Im Original auf Seite 6 öffnen6
Aufgabe 3
Wandern
a) Um die Gehzeit für eine Wanderung zu ermitteln, kann die folgende Faustregel angewendet
werden:
„Die Höhendifferenz in Metern dividiert man durch 400, die Horizontalentfernung in Kilometern
dividiert man durch 4.
Addiert man diese beiden Ergebnisse, so erhält man die Gehzeit in Stunden.“
1) Übertragen Sie diese Faustregel in eine Formel für die Gehzeit t . Verwenden Sie dabei die
folgenden Bezeichnungen:
h ... Höhendifferenz in m
x ... Horizontalentfernung in km
t ... Gehzeit in h
t = [1 Punkt]
Jemand legt bei einer Wanderung eine Horizontalentfernung von 6,7 km zurück und benötigt
dafür eine Gehzeit von 3 h 15 min.
2) Berechnen Sie die dabei überwundene Höhendifferenz mithilfe der angegebenen Faust regel. [1 Punkt]
b) In der nachstehenden Abbildung ist der Höhenverlauf während einer 3-stündigen Wanderung
dargestellt.
Zeit in Stunden
Seehöhe in Metern
2,5 2 1,5 1 0,5 0 3
600
400
200
0
1 600
1 400
1 200
1 000
800
1 800
1) Ermitteln Sie die mittlere Änderungsrate der Seehöhe in Abhängigkeit von der Zeit für die
gesamte Wanderung. Geben Sie das Ergebnis mit der zugehörigen Einheit an. [1 Punkt]
Jemand behauptet: „Nach etwa 1,5 Stunden wurde eine Pause eingelegt. Das erkennt man
daran, dass der Graph während der Pause waagrecht verläuft.“
2) Argumentieren Sie, dass diese Behauptung nicht zwingend richtig sein muss. [1 Punkt]
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Im Original auf Seite 7 öffnen7
c) Bei der Besteigung eines bestimmten Berges ist die Gesamtgehzeit indirekt proportional zu
dem durchschnittlichen überwundenen Höhenunterschied in Metern pro Stunde (siehe nachstehende Abbildung).
durchschnittlicher überwundener Höhenunterschied in Metern pro Stunde
Gesamtgehzeit in Stunden
850 800 750 700 650 600 550 500 450 400 350 300 250 200 150 100 50 0 900
8
7
6
5
4
3
2
1
0
9
1) Lesen Sie aus der obigen Abbildung ab, welcher Höhenunterschied bei dieser Be steigung
insgesamt überwunden werden muss. [1 Punkt]
Aufgabe 4: Entwicklung von Katzen und Hunden
Im Original auf Seite 8 öffnen8
Aufgabe 4
Entwicklung von Katzen und Hunden
a) Viele Tiere altern schneller als Menschen. Ein 9 Jahre alter großer Hund ist beispielsweise
etwa so „alt“ wie ein 80-jähriger Mensch. Für einige Haustiere ist der Zusammenhang zwischen Tieralter und Menschenalter in der nachstehenden Abbildung dargestellt.
Menschenalter in Jahren
Tieralter in Jahren
19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 20
100
80
60
40
20
0
120
kleiner Hund
großer Hund
Katze
Für eine Katze kann der Zusammenhang zwischen dem Tieralter in Jahren und dem Menschenalter in Jahren in einem bestimmten Bereich durch eine lineare Funktion K beschrieben
werden:
K ( t ) = k · t + d
t ... Tieralter in Jahren mit t ≥ 2
K ( t ) ... das dem Tieralter t der Katze entsprechende Menschenalter in Jahren
1) Erstellen Sie unter Zuhilfenahme von 2 Punkten aus der obigen Grafik eine Gleichung der
linearen Funktion K für t ≥ 2. [1 Punkt]
Für einen kleinen Hund kann dieser Zusammenhang durch eine lineare Funktion H modelliert
werden:
H ( t ) = k 1 · t + d 1
t ... Tieralter in Jahren mit t ≥ 2
H ( t ) ... das dem Tieralter t des kleinen Hundes entsprechende Menschenalter in Jahren
2) Geben Sie an, welcher Zusammenhang zwischen den Parametern k und k 1 besteht.
Begründen Sie Ihre Antwort mithilfe der obigen Abbildung. [1 Punkt]
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Im Original auf Seite 9 öffnen9
b) Bei einer Studie wurde die Körpermasse von ausgewachsenen Katzen einer bestimmten
Rasse als annähernd normalverteilt mit einem Erwartungswert von μ = 3,6 kg und einer
Standardabweichung von σ = 0,7 kg angenommen.
Die schwersten 10 % der ausgewachsenen Katzen wurden in dieser Studie als übergewichtig
bezeichnet.
1) Bestimmen Sie diejenige Körpermasse, ab der eine ausgewachsene Katze in dieser Studie
als übergewichtig bezeichnet wurde. [1 Punkt]
Aufgabe 5: Baumhaus
Im Original auf Seite 10 öffnen10
Aufgabe 5
Baumhaus
Eine Familie plant, ein Baumhaus aus Holz zu errichten. Der Baum dafür steht in einem horizontalen Teil des Gartens.
a) Eine 3,2 m lange Leiter wird angelehnt und reicht dann vom Boden genau bis zum Einstieg
ins Baumhaus in einer Höhe von 2,8 m.
1) Berechnen Sie denjenigen Winkel, unter dem die Leiter gegenüber dem horizontalen Boden geneigt ist. [1 Punkt]
b) Die Fenster des Baumhauses sollen eine spezielle Form haben (siehe grau markierte Fläche in
der nachstehenden Abbildung).
f ( x ) in cm
x in cm
f
40 0
40
0
Die obere Begrenzungslinie des Fensters kann näherungsweise durch den Graphen der Funktion f beschrieben werden.
f ( x ) = –0,003 · x
3
+ 0,164 · x
2
– 2,25 · x + 40 mit 0 ≤ x ≤ 40
x , f ( x ) ... Koordinaten in cm
1) Berechnen Sie, um wie viel Prozent die Fensterfläche in der dargestellten Form kleiner als
die Fensterfläche eines quadratischen Fensters mit der Seitenlänge 40 cm ist. [2 Punkte]
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Im Original auf Seite 11 öffnen11
c) Das Baumhaus wird mit gewellten Kunststoffplatten überdacht.
Dem Querschnitt liegt der Graph der Funktion f mit f ( x ) = cos( x ) zugrunde. Dieser ist in der
nachstehenden Abbildung dargestellt.
f ( x )
f
x in rad
0
1) Tragen Sie in der obigen Abbildung die fehlende Zahl in das dafür vorgesehene Kästchen
ein. [1 Punkt]
In der nachstehenden Abbildung ist ein Winkel α im Einheitskreis dargestellt.
y
x
1
–1
–1 1
α
2) Zeichnen Sie im obigen Einheitskreis denjenigen Winkel β ein, für den gilt:
sin( β ) = sin( α ) mit β ≠ α und 0° ≤ β ≤ 360°. [1 Punkt]
Aufgabe 6: Kontrolle der Geschwindigkeit
Im Original auf Seite 12 öffnen12
Aufgabe 6
Kontrolle der Geschwindigkeit
a) Die Wahrscheinlichkeit, dass auf einem bestimmten Abschnitt der Westautobahn ein Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs ist, beträgt 4 %.
Eine Zufallsstichprobe von 1 500 Fahrzeugen wird überprüft.
Die binomialverteilte Zufallsvariable X gibt die Anzahl derjenigen Fahrzeuge an, die dort mit
überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind.
1) Erstellen Sie eine Formel zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit, dass genau a Fahrzeuge
dieser Zufallsstichprobe mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind.
P ( X = a ) = [1 Punkt]
b) Es wird angenommen, dass die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge an einer bestimmten Stelle,
an der die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h beträgt, annähernd normalverteilt sind.
In der nachstehenden Abbildung ist der Graph der zugehörigen Dichtefunktion dargestellt.
Geschwindigkeit in km/h
80 60 40 20 30 50 70 90
1) Veranschaulichen Sie in der obigen Abbildung die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschwindigkeit mehr als 15 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h liegt.
[1 Punkt]
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Im Original auf Seite 13 öffnen13
c) Der nachstehend dargestellte Graph zeigt annähernd den Geschwindigkeitsverlauf eines im
Stadtgebiet fahrenden Autos.
Zeit in s
40 35 30 25 20 15 10 5 0 45
20
15
10
5
0
Geschwindigkeit in m/s
1) Ermitteln Sie näherungsweise die Länge des im Zeitintervall [0; 45] zurückgelegten Weges.
[1 Punkt]
2) Lesen Sie die Höchstgeschwindigkeit des Autos ab. Geben Sie das Ergebnis in km/h an.
[1 Punkt]
Aufgabe 7: Roborowski-Zwerghamster
Im Original auf Seite 14 öffnen14
Aufgabe 7 (Teil B)
Roborowski-Zwerghamster
a) Die durchschnittliche Körpermasse von Zwerghamstern wird bei der Geburt mit 1,2 g angegeben, nach 1 Woche mit 4,3 g, nach 2 Wochen mit 8,7 g, nach 3 Wochen mit 12,5 g und
nach 4 Wochen mit 14,2 g.
Die zeitliche Entwicklung der durchschnittlichen Körpermasse von Zwerghamstern soll für die
ersten 4 Lebenswochen näherungsweise durch eine Polynomfunktion 3. Grades f beschrieben werden.
1) Ermitteln Sie mithilfe von Regression eine Gleichung dieser Polynomfunktion 3. Grades f .
Wählen Sie t = 0 für den Zeitpunkt der Geburt. [1 Punkt]
Zur Zeit t 1 gilt: f ″ ( t 1 ) = 0 und f ′ ( t 1 ) > 0
2) Interpretieren Sie die Bedeutung der Stelle t 1 im gegebenen Sachzusammenhang. [1 Punkt]
3,5 Wochen nach der Geburt hat ein Zwerghamster 62 % der durchschnittlichen Körpermasse eines ausgewachsenen Zwerghamsters.
3) Bestimmen Sie mithilfe der Funktion f , welche durchschnittliche Körpermasse ein ausgewachsener Zwerghamster gemäß diesem Modell hat. [1 Punkt]
b) Die täglich aufgenommene Nahrungsmenge eines ausgewachsenen Zwerghamsters hängt
von seiner Körpermasse ab.
Die folgende Formel gibt näherungsweise den Zusammenhang zwischen der täglich aufgenommenen Nahrungsmenge N und der Körpermasse M an:
N = 1,422 · ln( M ) – 1,78
N … täglich aufgenommene Nahrungsmenge in g
M … Körpermasse in g
1) Berechnen Sie die täglich aufgenommene Nahrungsmenge bei einer Körpermasse von
30 g. [1 Punkt]
2) Formen Sie die Formel nach M um.
M = [1 Punkt]
PDF-Seite 15
Im Original auf Seite 15 öffnen15
c) Im nachstehenden Boxplot sind die Kopf-Rumpf-Längen einer Zwerghamsterpopulation dargestellt.
Kopf-Rumpf-Länge in cm
9 8,5 8 7,5 7 6,5 6 5,5 5 9,5
1) Ermitteln Sie die Spannweite. [1 Punkt]
Jemand behauptet: „Es gibt in dieser Zwerghamsterpopulation mindestens 1 Zwerghamster
mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 7 cm.“
2) Argumentieren Sie, dass diese Behauptung nicht zwingend richtig sein muss. [1 Punkt]
Aufgabe 8: Regenschirm
Im Original auf Seite 16 öffnen16
Aufgabe 8 (Teil B)
Regenschirm
a) An den Enden eines Regenschirms ist eine 110 cm lange Schnur befestigt. Der Schirm ist
so an einen Haken C gehängt, dass die beiden Schnurabschnitte einen Winkel von 120°
einschließen. Der Punkt A ist 25 cm weit vom Haken C entfernt. (Siehe nachstehende nicht
maßstabgetreue Skizze.)
C
A
B
120°
1) Berechnen Sie die Länge AB des Regenschirms. [1 Punkt]
Derselbe Regenschirm wird nun so aufgehängt, dass die beiden Schnurabschnitte einen
rechten Winkel einschließen. Dadurch ändert sich die Länge der Schnurabschnitte.
2) Berechnen Sie, welche Entfernungen der Punkt A in diesem Fall vom Haken C haben
kann. [2 Punkte]
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Im Original auf Seite 17 öffnen17
b) Die Bespannung des Regenschirms besteht aus Flächenteilen, die jeweils durch 2 Geraden
und den Graphen der Funktion f begrenzt werden (siehe nachstehende Abbildung).
f ( x ) in cm
x in cm
f
0 20 –20
70
Für die Funktion f gilt:
f ( x ) = –
1
98
· x
2
+ 2
x , f ( x ) ... Koordinaten in cm
1) Berechnen Sie den Flächeninhalt des grau markierten Flächenteils. [2 Punkte]
PDF-Seite 18
Im Original auf Seite 18 öffnen18
c) Für einen Kunsthandwerksmarkt werden Regenschirme angefertigt.
Bei der Herstellung der Regenschirme treten unabhängig voneinander 2 Arten von Fehlern
auf. Man weiß aus Erfahrung:
• Bei durchschnittlich 1 von 5 Regenschirmen treten Fehler bei den Nähten auf.
• Bei durchschnittlich 30 % der Regenschirme treten Fehler im Muster auf.
1) Ergänzen Sie die Wahrscheinlichkeiten im nachstehenden Baumdiagramm. [1 Punkt]
Fehler bei
den Nähten
Fehler im
Muster
kein Fehler
im Muster
kein Fehler bei
den Nähten
Fehler im
Muster
kein Fehler
im Muster
Regenschirme, die beide Fehler aufweisen („III. Wahl“), werden um € 2 pro Stück verkauft.
Regenschirme, die nur einen von beiden Fehlern aufweisen („II. Wahl“), werden um € 15 pro
Stück verkauft.
Regenschirme, die keinen Fehler aufweisen („I. Wahl“), werden um € 30 pro Stück verkauft.
2) Vervollständigen Sie die nachstehende Tabelle. [1 Punkt]
I. Wahl II. Wahl III. Wahl
Einnahmen pro
Regenschirm in Euro
30 15 2
Wahrscheinlichkeit
3) Berechnen Sie den Erwartungswert für die Einnahmen pro verkauftem Regenschirm.
[1 Punkt]
Aufgabe 9: Straßenbahn
Im Original auf Seite 19 öffnen19
Aufgabe 9 (Teil B)
Straßenbahn
a) Eine Straßenbahn fährt von einer Haltestelle los. Ihr Geschwindigkeitsverlauf für die ersten
45 Sekunden ist im nachstehenden Geschwindigkeit-Zeit-Diagramm dargestellt.
v ( t ) in m/s
t in s
0 10 20 30 40
0
v
A
v
B
v
t ... Zeit in s
v ( t ) ... Geschwindigkeit zur Zeit t in m/s
Die Geschwindigkeit der Straßenbahn nimmt im Zeitintervall [10; 30] linear zu.
1) Interpretieren Sie die Bedeutung der Steigung dieser linearen Funktion im gegebenen
Sachzusammenhang. [1 Punkt]
2) Erstellen Sie eine Formel zur Berechnung der Geschwindigkeit der Straßenbahn 15 Sekunden nach Beginn der Fahrt aus vA und vB .
v (15) = [1 Punkt]
PDF-Seite 20
Im Original auf Seite 20 öffnen20
b) In der nachstehenden Abbildung sind 2 geradlinige Gleise, die im Punkt A bzw. im Punkt B
enden, modellhaft in der Ansicht von oben dargestellt.
y in km
x in km A
9 8 7 6 5 4 3 2 1 –1 –2 0 –3 10
0
6
5
4
3
2
1
7
B
Diese Gleise sollen durch ein Gleisstück knickfrei verbunden werden. „Knickfrei“ bedeutet,
dass die entsprechenden Funktionen an den Stellen, an denen sie zusammenstoßen, den
gleichen Funktionswert und die gleiche Steigung haben.
Diese Gleisverbindung soll durch eine Polynomfunktion g mit g ( x ) = a ∙ x
3
+ b ∙ x
2
+ c ∙ x + d
modelliert werden ( x , g ( x ) in km).
1) Erstellen Sie ein Gleichungssystem zur Berechnung der Koeffizienten der Funktion g .
[2 Punkte]
Aufgabe 10: Kfz-Bestand
Im Original auf Seite 21 öffnen21
Aufgabe 10 (Teil B)
Kfz-Bestand
Die nachstehende Tabelle gibt den Kraftfahrzeug-Bestand (Kfz-Bestand) in Österreich für
ausgewählte Jahre im Zeitraum von 1992 bis 2012 jeweils zum Jahresende an.
Ende des Jahres ... Kfz-Bestand in Millionen
1992 4,5
1997 5,2
2002 5,4
2007 5,8
2012 6,3
Datenquelle: Statistik Austria (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch Österreichs 2015 . Wien: Verlag Österreich 2014, S. 446.
a) Die zeitliche Entwicklung des Kfz-Bestands soll mit den Daten der obigen Tabelle durch eine
lineare Regressionsfunktion K beschrieben werden.
1) Ermitteln Sie eine Gleichung dieser linearen Regressionsfunktion. Wählen Sie t = 0 für das
Ende des Jahres 1992. [1 Punkt]
2) Interpretieren Sie den Wert der Steigung dieser Funktion im gegebenen Sachzusammenhang. [1 Punkt]
3) Berechnen Sie, nach welcher Zeit gemäß diesem Modell mit einem Kfz-Bestand von 8 Millionen zu rechnen ist. [1 Punkt]
b) Um die zeitliche Entwicklung des Kfz-Bestands mit einem anderen mathematischen Modell
zu beschreiben, wurden, ausgehend von den Daten der obigen Tabelle, die nachstehenden
Berechnungen durchgeführt.
6,3
4,5
20
= 1,0169...
1,0169... – 1 = 0,0169... ≈ 1,7 %
1) Interpretieren Sie die Bedeutung der berechneten Zahl 1,7 % im gegebenen Sachzusammenhang. [1 Punkt]
Jemand berechnet weiters:
2 = 1,0169...
t
t =
ln(2)
ln(1,0169...)
= 41,20... ≈ 41,2
2) Interpretieren Sie die Bedeutung der berechneten Zahl 41,2 im gegebenen Sachzusammenhang. [1 Punkt]