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Mathematik-Matura September 2016 · Berufsreifeprüfung – Aufgaben

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16 Seiten · 18 461 auslesbare Zeichen · zuletzt geprüft am 2026-08-11

Name:
Klasse/Jahrgang:
BHS
20. September 2016
Angewandte Mathematik
Teil A + Teil B (Cluster 9)
Standardisierte kompetenzorientierte
schriftliche Reife- und Diplomprüfung
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Hinweise zur Aufgabenbearbeitung
Liebe Kandidatin! Lieber Kandidat!
Das vorliegende Aufgabenheft enthält 5 Teil-A-Aufgaben und 4 Teil-B-Aufgaben mit jeweils unterschiedlich
vielen Teil aufgaben. Die Teilaufgaben sind unabhängig voneinander bearbeitbar. Ihnen stehen insgesamt
270 Minuten an reiner Arbeitszeit für Teil A und Teil B zur Verfügung.
Verwenden Sie für die Bearbeitung einen nicht radierbaren, blau oder schwarz schreibenden Stift. Bei
Konstruktionsaufgaben ist auch die Verwendung eines Bleistifts möglich.
Verwenden Sie für die Bearbeitung ausschließlich das Aufgabenheft und die Ihnen zur Verfügung gestellten Antwortblätter. Schreiben Sie Ihren Namen in das dafür vorgesehene Feld auf der ersten Seite des
Aufgabenheftes und auf jedes Antwortblatt. Geben Sie bei der Beantwortung jeder Teilaufgabe deren
Bezeichnung (z. B.: 3c) an.
In die Beurteilung wird alles einbezogen, was nicht durchgestrichen ist. Streichen Sie Notizen durch.
Die Verwendung von durch die Schulbuchaktion approbierten Formelheften und von elektronischen Hilfsmitteln (z. B. grafikfähige Taschenrechner oder andere entsprechende Technologie) ist erlaubt, sofern keine Kommunikationsmöglichkeit (z. B. via Internet, Intranet, Bluetooth, Mobilfunknetzwerke etc.) gegeben
ist und keine Eigendaten in die elektronischen Hilfsmittel implementiert sind. Handbücher zu den elektronischen Hilfsmitteln sind in der Original-Druckversion oder in im elektronischen Hilfsmittel integrierter Form
zulässig.
Abzugeben sind das Aufgabenheft und alle von Ihnen verwendeten Antwortblätter.
Handreichung für die Bearbeitung der SRDP in Angewandter Mathematik
– Jede Berechnung ist mit einem nachvollziehbaren Rechenansatz und einer nachvollziehbaren Dokumentation des Technologieeinsatzes (die verwendeten Ausgangsparameter und die
verwendete Technologiefunktion müssen angegeben werden) durchzuführen.
– Selbst gewählte Variablen sind zu erklären und gegebenenfalls mit Einheiten zu benennen.
– Ergebnisse sind eindeutig hervorzuheben.
– Ergebnisse sind mit entsprechenden Einheiten anzugeben.
– Werden Diagramme oder Skizzen als Lösungen erstellt, so sind die Achsen zu skalieren und
zu beschriften.
– Werden geometrische Skizzen erstellt, so sind die lösungsrelevanten Teile zu beschriften.
– Vermeiden Sie frühzeitiges Runden.
– Legen Sie allfällige Computerausdrucke der Lösung mit Ihrem Namen beschriftet bei.
– Wird eine Aufgabe mehrfach gerechnet, so sind alle Lösungswege bis auf einen zu streichen.
Es gilt folgender Beurteilungsschlüssel:
43–48 Punkte Sehr gut
37– 42 Punkte Gut
32– 36 Punkte Befriedigend
22– 31 Punkte Genügend
0 –21 Punkte Nicht genügend
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Erläuterung der Antwortformate
Die Teilaufgaben haben offene Antwortformate , halboffene Antwortformate oder Konstruktionsformate .
Offenes Antwortformat: Hierbei kann die Bearbeitung der Aufgaben auf unterschiedliche Weise erfolgen,
z. B. durch eine Berechnung, durch Erstellung einer Grafik etc.
Halboffenes Antwortformat: Ein Teil der Antwort ist vorgegeben, der fehlende Teil soll ergänzt werden (Formel, Funktion etc.).
Beispiel:
Gegeben ist ein Rechteck mit den Seitenlängen a und b .
– Erstellen Sie eine Formel zur Berechnung des Flächeninhalts A dieses Rechtecks.
A = ______________________
Konstruktionsformat: Ein Diagramm oder eine Grafik ist vorgegeben. Die Aufgabenstellung erfordert die
Ergänzung von Punkten und/oder Geraden und/oder Kurven und/oder Skalierungen bzw. Achsenbeschriftungen im Diagramm bzw. in der Grafik.
Beispiel:
Gegeben ist eine lineare Funktion f mit f ( x ) = k · x + d.
– Zeichnen Sie den Graphen einer linearen Funktion mit k = –2 und d > 0 im nachstehenden
Koordinatensystem ein.
f ( x )
f
x
Viel Erfolg!
a · b
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Aufgabe 1: Brennofen

Im Original auf Seite 4 öffnen

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Aufgabe 1
Brennofen
Bei einem Keramik-Produzenten werden Krüge hergestellt. Sobald ein Krug aus dem Brenn ofen genom men wird, beginnt er abzukühlen. Der Temperaturverlauf lässt sich durch die
Funktion T beschreiben:
T ( t ) = 20 + 780 ∙ ℯ
– k · t
t ... Zeit seit der Entnahme aus dem Brennofen in Stunden (h)
T ( t ) ... Temperatur des Kruges zur Zeit t in Grad Celsius (°C)
k ... Konstante
a) Ein Krug hat 2 Stunden nach der Entnahme aus dem Brennofen eine Temperatur von 80 °C.
– Berechnen Sie die Temperatur des Kruges 5 Stunden nach der Entnahme aus dem Brennofen. [1 Punkt]
b) Der Graph der Funktion T ist in der nachstehenden Abbildung dargestellt:
Temperatur in °C
2,5 2 1,5 1 0,5 0 3
700
600
500
400
300
200
100
800
0
Zeit in h
T
– Skizzieren Sie in der obigen Abbildung diejenige Tangente an den Funktionsgraphen, deren
Ordinatenabschnitt (Achsenabschnitt auf der vertikalen Achse) 600 beträgt. [1 Punkt]
– Beschreiben Sie, was mit dem folgenden Ausdruck im gegebenen Sachzusammenhang
berechnet wird:
T (3) – T (1)
2
[1 Punkt]
c) Ihnen wird folgende fehlerhafte Berechnung der Ableitungsfunktion T ′ vorgelegt:
T ′ ( t ) = 780 · ℯ
– k · t
– Geben Sie an, welche Ableitungsregel hier vermutlich verletzt wurde. [1 Punkt]
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Aufgabe 2: Baseball

Im Original auf Seite 5 öffnen

5
Aufgabe 2
Baseball
a) Die Flugbahn eines Baseballs kann näherungsweise durch den Graphen einer Funktion f beschrieben werden (siehe nachstehende Abbildung).
22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0 24
2
3
1
0
4
f ( x ) in m
x in m
A
B
f
– Ermitteln Sie den Steigungswinkel der Geraden durch die Punkte A und B . [1 Punkt]
Es soll diejenige Stelle x 0 ermittelt werden, an der die Steigung der Tangente an den Graphen
von f gleich der Steigung der Geraden durch die Punkte A und B ist.
– Veranschaulichen Sie in der obigen Abbildung, wie man x 0 näherungsweise grafisch ermitteln kann. [1 Punkt]
b) Ein Baseball-Verein überlegt, Fan-Shirts über eine Online-Plattform zu vertreiben. Die Kosten
für die Herstellung eines T-Shirts belaufen sich auf € 6,40. Für Betreuung und Servermiete der
Online-Plattform sind monatlich € 570 zu zahlen.
– Stellen Sie die zugehörige lineare Kostenfunktion K auf. [1 Punkt]
x ... Anzahl der T-Shirts
K ( x ) ... monatliche Kosten bei x T-Shirts in Euro (€)
Man rechnet damit, dass 75 T-Shirts pro Monat produziert und auch verkauft werden.
– Bestimmen Sie denjenigen Verkaufspreis pro Stück, ab dem die T-Shirts ohne Verlust verkauft werden können. [1 Punkt]
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Aufgabe 3: Riesen-Pizza

Im Original auf Seite 6 öffnen

6
Aufgabe 3
Riesen-Pizza
In den USA wird die Größe einer Pizza durch ihren Durchmesser (in Inches) angegeben.
Im Folgenden werden Pizzen immer als kreisrund angenommen.
a) Bei „30-Inch-Pizzen“ verschiedener Lieferanten wurde der tatsächliche Durchmesser bestimmt. Die Messergebnisse sind im folgenden Boxplot zusammengefasst:
30,5 30 29,5 29 28,5 28 31
Durchmesser in Inches
– Lesen Sie die Spannweite ab. [1 Punkt]
Irrtümlich wurde beim Erfassen der Messwerte bei einer Pizza statt eines Durchmessers von
28,5 Inch ein Durchmesser von 29 Inch notiert.
– Erklären Sie, warum dieser Fehler den Boxplot nicht beeinflusst. [1 Punkt]
b) – Zeigen Sie allgemein, dass der Flächeninhalt einer (kreisrunden) Pizza vervierfacht wird,
wenn ihr Durchmesser verdoppelt wird. [1 Punkt]
c) Für eine bestimmte Pizzasorte wird der Preis pro Flächeneinheit in Abhängigkeit vom Durchmesser modellhaft durch folgende quadratische Funktion P beschrieben:
P ( d ) = 0,0003 ∙ d
2
– 0,015 ∙ d + 0,2619 mit 8 ≤ d ≤ 30
d ... Durchmesser der Pizza in Inches
P ( d ) ... Preis pro Flächeneinheit einer Pizza mit Durchmesser d in US-Dollar
– Ermitteln Sie, für welchen Durchmesser der Preis pro Flächeneinheit am geringsten ist.
[1 Punkt]
– Berechnen Sie, wie viel diese Pizza kostet. [1 Punkt]
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d) Die Durchmesser von „16-Inch-Pizzen“ eines bestimmten Lieferanten sind annähernd normalverteilt mit einem Erwartungswert μ = 16 Inch und einer Standardabweichung σ = 0,3 Inch.
– Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Pizza einen Durchmesser von mindestens 16,2 Inch hat. [1 Punkt]
– Skizzieren Sie den Graphen der Verteilungsfunktion dieser Normalverteilung in der nach stehenden Abbildung. [1 Punkt]
16,5 16 15,5 15 17
Durchmesser in Inches
Wahrscheinlichkeit
0,9
0,8
0,7
0,6
0,5
0,4
0,3
0,2
0,1
0
1
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Aufgabe 4: Teilchenbeschleuniger

Im Original auf Seite 8 öffnen

8
Aufgabe 4
Teilchenbeschleuniger
Am Forschungsinstitut CERN wird mithilfe moderner Teilchenbeschleuniger physikalische
Grundlagenforschung betrieben. In einem Teilchenbeschleuniger werden elektrisch geladene
Teilchen auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt.
a) Die Teilchen bewegen sich in einem ringförmigen Tunnel nahezu mit Lichtgeschwindigkeit. Sie
machen dabei in einer Sekunde a Umläufe und legen in dieser Zeit rund 3 ∙ 10
8
m zurück.
– Erstellen Sie eine Formel für die Berechnung der Länge u eines Umlaufs in Kilometern.
u = [1 Punkt]
b) Wenn Teilchen im Teilchenbeschleuniger kollidieren, können neue Teilchen entstehen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Kollision ein Teilchen eines bestimmten Typs entsteht,
beträgt 3,4 %.
Die Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis E wird mit P ( E ) =
( )
500
2
∙ 0,034
2
∙ (1 – 0,034)
498
berechnet.
– Beschreiben Sie im gegebenen Sachzusammenhang ein Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit so berechnet wird. [1 Punkt]
– Berechnen Sie, wie viele dieser Teilchen im Mittel entstehen, wenn 1 000 Kollisionen stattfinden. [1 Punkt]
c) Im Zentrum eines Atoms befindet sich der Atomkern. Vereinfacht können sowohl der Atomkern als auch das gesamte Atom als kugelförmig angenommen werden.
In einer Broschüre wird beschrieben, wie klein ein Atomkern im Vergleich zum gesamten Atom
ist: „Hätte ein Atomkern 1 cm Durchmesser, so wäre der Durchmesser des gesamten Atoms
100 m.“
– Berechnen Sie den Durchmesser eines Atoms, wenn der Durchmesser des Atomkerns
10
–14
m beträgt. [1 Punkt]
Jemand liest die Broschüre und behauptet: „Das Volumen des Atomkerns macht dann
0,01 % des Gesamtvolumens eines Atoms aus.“
– Begründen Sie, warum diese Behauptung falsch ist. [1 Punkt]
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Aufgabe 5: Marathon

Im Original auf Seite 9 öffnen

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Aufgabe 5
Marathon
Die Streckenlänge eines Marathons beträgt 42,195 km.
a) Im Laufsport wird als Maß für das Tempo oftmals die Pace verwendet. Die für einen Kilometer benötigte Zeit wird dabei in der Schreibweise „Minuten:Sekunden“ angegeben. Eine Pace
von 5:25 bedeutet beispielsweise, dass eine Strecke von 1 Kilometer Länge in 5 Minuten und
25 Sekunden zurückgelegt wird.
Die Weltrekordhalterin Paula Radcliffe lief ihren schnellsten Marathon in 2 Stunden, 15 Minuten und 25 Sekunden.
– Berechnen Sie für diesen Lauf ihre mittlere Pace in der beschriebenen Schreibweise.
[1 Punkt]
b) Max und Franz starten gleichzeitig. Max läuft die Marathonstrecke mit einer mittleren Geschwindigkeit von 14 km/h, Franz mit 12 km/h. Max überquert also als Erster der beiden die
Ziellinie.
– Berechnen Sie, wie lange Max im Ziel auf Franz warten muss. [2 Punkte]
c) Der Verlauf der Geschwindigkeit einer Marathonläuferin lässt sich näherungsweise durch eine
lineare Funktion v beschreiben. Der Graph dieser Funktion ist in der nachstehenden Abbildung
dargestellt.
0 0,5 1 1,5 2 2,5 3
5
10
15
v ( t ) in km/h
v
t in h
– Ermitteln Sie aus der obigen Abbildung die Steigung dieser linearen Funktion. [1 Punkt]
– Interpretieren Sie b in der nachstehenden Gleichung im gegebenen Sachzusammenhang
unter Angabe der entsprechenden Einheit.

b
0
v ( t ) d t = 42,195 km [1 Punkt]
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Aufgabe 6: Lieblingsspielformen

Im Original auf Seite 10 öffnen

10
Aufgabe 6 (Teil B)
Lieblingsspielformen
Eine Gruppe von Kindergartenkindern wurde nach ihren Lieblingsspielformen befragt.
Zur Auswahl standen: Konstruktionsspiele, Bewegungsspiele und Regelspiele. Dabei
waren Mehrfachnennungen möglich. Das Ergebnis kann man der nachstehenden Tabelle
entnehmen.
Lieblingsspielform Anzahl der Nennungen
Konstruktionsspiele (K) 7
Bewegungsspiele (B) 14
Regelspiele (R) 7
Tabelle 1
Einige dieser Kinder haben sich für genau 2 Spielformen entschieden.
Lieblingsspielform Anzahl der Nennungen
Konstruktionsspiele und Bewegungsspiele 3
Konstruktionsspiele und Regelspiele 1
Bewegungsspiele und Regelspiele 2
Tabelle 2
2 Kinder haben sogar alle 3 Spielformen genannt.
a) – Veranschaulichen Sie die Ergebnisse dieser Befragung in einem Venn-Diagramm (Mengendiagramm). Tragen Sie die entsprechenden Anzahlen in das Venn-Diagramm ein. [1 Punkt]
– Ermitteln Sie, wie viele Kinder sich insgesamt für nur eine Spielform als Lieblingsspielform
entschieden haben. [1 Punkt]
b) Im nachstehenden Venn-Diagramm ist eine bestimmte Menge grau hervorgehoben.
K
R
B
– Geben Sie die grau hervorgehobene Menge des obigen Mengendiagramms mithilfe der
Mengensymbolik (Mengenoperationen: Vereinigung, Durchschnitt, Differenz) an. [1 Punkt]
– Beschreiben Sie die grau hervorgehobene Menge im gegebenen Sachzusammenhang in
Worten. [1 Punkt]
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c) – Erstellen Sie mithilfe von Tabelle 1 ein Säulen- oder ein Balkendiagramm mit den absoluten
Häufigkeiten der Nennung von Konstruktionsspielen, Bewegungsspielen und Regelspielen.
[1 Punkt]
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Aufgabe 7: Angry Birds

Im Original auf Seite 12 öffnen

12
Aufgabe 7 (Teil B)
Angry Birds
Im Computerspiel Angry Birds muss man mithilfe einer Schleuder Schweine treffen. Als Wurf geschoße stehen verschiedene Vögel zur Verfügung. Einige dieser Vögel haben besondere
Funktionen, die durch einen Mausklick ausgelöst werden können. Koordinaten bzw. Abstände
sind im Folgenden in Längeneinheiten (LE) angegeben.
a) Die Flugparabel des Vogels Red bei einem Wurf kann durch den Graphen der Funktion f beschrieben werden:
f ( x ) = –0,1 ∙ x
2
+ 0,9 ∙ x + 1 mit x ≥ 0
x ... horizontale Entfernung vom Abschusspunkt in Längeneinheiten (LE)
f ( x ) ... Flughöhe des Vogels über dem horizontalen Boden an der Stelle x in LE
Red trifft kein Schwein und prallt auf den Boden auf.
– Berechnen Sie, in welcher horizontalen Entfernung vom Abschusspunkt der Vogel auf dem
Boden aufprallt. [1 Punkt]
b) Die Flugbahn des Vogels Chuck kann zu Beginn durch den Graphen der Funktion g beschrieben werden:
g ( x ) = –0,5 ∙ x
2
+ 5 ∙ x + 3 mit x ≥ 0
x ... horizontale Entfernung vom Abschusspunkt in LE
g ( x ) ... Flughöhe des Vogels über dem horizontalen Boden an der Stelle x in LE
Der Spieler löst in 3 LE horizontaler Entfernung vom Abschusspunkt durch einen Mausklick
eine Spezialfunktion aus. Der Vogel bewegt sich ab diesem Punkt bis zu einer horizontalen
Entfernung von 5 LE vom Abschusspunkt entlang der Tangente an den gegebenen
Funktionsgraphen.
– Ermitteln Sie eine Gleichung der Tangente im Punkt P = (3| g (3)). [1 Punkt]
– Veranschaulichen Sie die Flugbahn von Chuck vom Abschusspunkt bis zu einer horizontalen
Entfernung von 5 LE vom Abschusspunkt mithilfe einer geeigneten Grafik. [1 Punkt]
c) Die Flugbahn des Vogels Matilda kann durch den Graphen einer Polynomfunktion 3. Grades
beschrieben werden.
Der Funktionsgraph schneidet die vertikale Achse bei 12. Er verläuft durch die Punkte
A = (1|16) und B = (5|32). A ist ein Hochpunkt des Funktionsgraphen.
– Stellen Sie mithilfe der angegebenen Informationen ein Gleichungssystem auf, mit dem die
Koeffizienten dieser Polynomfunktion berechnet werden können. [2 Punkte]
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d) Bei einem anderen Angriff durch den Vogel Matilda kann die Flugbahn durch den Graphen der
Funktion h beschrieben werden.
h ( x ) = x
3
– 6 ∙ x
2
+ 7 ∙ x + 8 mit x ≥ 0
x ... horizontale Entfernung vom Abschusspunkt in LE
h ( x ) ... Flughöhe des Vogels über dem horizontalen Boden an der Stelle x in LE
Ein Schwein befindet sich im Punkt P = (5|20).
– Berechnen Sie den Abstand des Schweins vom Abschusspunkt. [1 Punkt]
– Überprüfen Sie nachweislich, ob der Punkt P auf Matildas Flugbahn liegt. [1 Punkt]
e) Die nachstehende Grafik stellt das Geschwindigkeit-Zeit-Diagramm eines Vogels bei einem
Wurf dar.
Geschwindigkeit in LE/s
Zeit in s
3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 4
– Beschreiben Sie die Bedeutung der in der Grafik eingezeichneten Fläche im gegebenen
Sachzusammenhang. [1 Punkt]
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Aufgabe 8: Statuen und Skulpturen

Im Original auf Seite 14 öffnen

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Aufgabe 8 (Teil B)
Statuen und Skulpturen
a) Das Maria-Theresien-Denkmal in Wien wird vermessen. Es werden die Höhenwinkel
α = 45,38° und β = 38,19° gemessen. Weiters ist die in der nachstehenden Abbildung eingetragene Länge bekannt.
3,40 m
x
α β
Abbildung nicht maßstabgetreu!
– Berechnen Sie die in der obigen Abbildung mit x bezeichnete Länge. [2 Punkte]
b) Eine Fotografin möchte eine auf einem Sockel stehende Skulptur unter dem größtmöglichen
Sehwinkel fotografieren. Folgende Abbildung gibt zu jeder horizontalen Entfernung x zur Skulptur im Intervall [1; 14] den Sehwinkel φ an:
0 2 4 6 8 10 12 14
horizontale
Entfernung x in m 0
0,2
0,4
0,6
0,8
Sehwinkel α in rad φ
– Kennzeichnen Sie in der obigen Abbildung die horizontale Entfernung mit dem größtmöglichen Sehwinkel. [1 Punkt]
– Dokumentieren Sie in Worten, wie man vorgehen muss, um diese horizontale Entfernung
mithilfe der Differenzialrechnung zu berechnen, wenn eine Gleichung der Funktion mit dem
dargestellten Graphen bekannt ist. [1 Punkt]
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Aufgabe 9: Blutgruppen

Im Original auf Seite 15 öffnen

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Aufgabe 9 (Teil B)
Blutgruppen
Nach Karl Landsteiner unterscheidet man vier Blutgruppen: 0, A, B und AB. Diese kommen in
Österreich annähernd mit folgender relativer Häufigkeit vor:
Blutgruppe 0 A B AB
relative Häufigkeit 37 % 41 % 15 % 7 %
a) Die Verteilung der Blutgruppen in Österreich soll in einem Kreisdiagramm dargestellt werden.
– Berechnen Sie die Winkel der jeweiligen Sektoren. [1 Punkt]
– Zeichnen Sie die Sektoren in den nachstehenden Kreis ein. [1 Punkt]
b) – Berechnen Sie, mit welcher Wahrscheinlichkeit in einer Zufallsstichprobe von 25 Personen in
Österreich mindestens 9 Personen die Blutgruppe 0 haben. [1 Punkt]
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c) Zusätzlich wird je nach Vorliegen eines bestimmten Antigens noch zwischen Rhesus-positiv
und Rhesus-negativ unterschieden. 85 % aller Personen in Österreich sind Rhesus-positiv,
alle anderen Rhesus-negativ, wobei die Verteilung bei allen Blutgruppen gleich ist.
Im nachstehenden Baumdiagramm sind alle möglichen Fälle für Blutgruppen mit ihrem Rhesusfaktor aufgelistet.
Rhesuspositiv
Rhesusnegativ
Rhesuspositiv
Rhesusnegativ
Rhesuspositiv
Rhesusnegativ
Rhesuspositiv
Rhesusnegativ
Blutgruppe
0
Blutgruppe
A
Blutgruppe
B
Blutgruppe
AB
– Vervollständigen Sie das obige Baumdiagramm, indem Sie die Pfeile mit den jeweiligen
Wahrscheinlichkeiten beschriften. [1 Punkt]
– Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person in Österreich
die Blutgruppe B Rhesus-negativ hat. [1 Punkt]
– Beschreiben Sie, welches Ereignis durch die beiden fett gezeichneten (nicht strichlierten)
Pfade angegeben wird. [1 Punkt]
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