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Mathematik-Matura Mai 2015 · HTL Cluster T2 – Aufgaben
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Klasse/Jahrgang:
BHS
11. Mai 2015
Angewandte Mathematik
Teil A
Standardisierte kompetenzorientierte
schriftliche Reife- und Diplomprüfung
öffentliches Dokument
PDF-Seite 2
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Hinweise zur Aufgabenbearbeitung
Das vorliegende Aufgabenheft (Teil A) enthält fünf Aufgaben mit unterschiedlich vielen Teilaufgaben.
Die Teilaufgaben sind unabhängig voneinander bearbeitbar.
Verwenden Sie für die Bearbeitung einen nicht radierbaren, blau oder schwarz schreibenden Stift.
Verwenden Sie für die Bearbeitung ausschließlich das Aufgabenheft und die Ihnen zur Verfügung
gestellten Antwortblätter. Schreiben Sie auf der ersten Seite des Aufgabenheftes Ihren Namen in
das dafür vorgesehene Feld und auf jedes Antwortblatt Ihren Schülercode. Geben Sie bei der Beantwortung jeder Teilaufgabe deren Bezeichnung an.
In die Beurteilung wird alles einbezogen, was nicht durchgestrichen ist. Streichen Sie Notizen durch.
Die Verwendung eines durch die Schulbuchaktion approbierten Formelheftes und elektronischer
Hilfsmittel (grafikfähige Taschenrechner oder andere entsprechende Technologie) ist erlaubt, sofern
keine Kommunikation nach außen getragen werden kann und keine Eigendaten in die elektronischen Hilfsmittel implementiert sind. Handbücher zu den elektronischen Hilfsmitteln sind in der
Original-Druckversion oder in im elektronischen Hilfsmittel integrierter Form zulässig.
Abzugeben sind das Aufgabenheft und alle von Ihnen verwendeten Antwortblätter.
Viel Erfolg!
öffentliches Dokument
Aufgabe 1: Farbenfrohe Gummibären
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Aufgabe 1
Farbenfrohe Gummibären
Gummibären werden in 5 unterschiedlichen Farben bzw. 6 unterschiedlichen Geschmacksrichtungen hergestellt: rot (Himbeere und Erdbeere), gelb (Zitrone), grün (Apfel), orange
(Orange) und weiß (Ananas).
a) Die nach stehende Tabelle enthält eine Auflistung, wie viele weiße Gummibären in den untersuchten Packungen waren.
Anzahl weißer Gummibären 17 20 21 22 24
Anzahl der Packungen 2 3 3 1 4
– Berechnen Sie das arithmetische Mittel der Anzahlen weißer Gummibären pro Packung.
[1 Punkt]
b) Mehrere Packungen wurden hinsichtlich der Anzahl der gelben Gummibären pro Packung
untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist im nachstehenden Boxplot dargestellt.
300 g Packung enthalten sind.
Eine der untersuchten Packungen wird zufällig ausgewählt. Sie gehört zu jenem Viertel aller
untersuchten Packungen, in dem die meisten gelben Gummibären zu finden waren.
– Lesen Sie aus dem Boxplot ab, in welchem Bereich die Anzahl der gelben Gummibären in
der ausgewählten Packung liegen muss. [1 Punkt]
c) In einer Packung sind alle Geschmacksrichtungen in gleichen Anteilen zu finden.
– Berechnen Sie, wie viel Prozent der Gummibären in dieser Packung die Farbe Rot haben.
[1 Punkt]
Anzahl der
gelben Gummibären
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d) Die Masse von Gummibären ist annähernd normalverteilt mit dem Erwartungswert μ = 2,3 g
und der Standardabweichung σ = 0,1 g. Der Graph der Wahrscheinlichkeitsdichte ist in der
unten stehenden Abbildung dargestellt.
– Tragen Sie die fehlenden Beschriftungen in die dafür vorgesehenen Kästchen ein. [1 Punkt]
Gummibären, die zu leicht oder zu schwer sind, werden aussortiert. Abweichungen von bis zu
± 0,25 g vom Erwartungswert werden toleriert.
– Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, mit der ein zufällig ausgewählter Gummibär aussortiert wird. [1 Punkt]
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Aufgabe 2: Ganzkörperhyperthermie
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Aufgabe 2
Ganzkörperhyperthermie
Bei einem Therapieverfahren wird die
Körpertemperatur bewusst stark erhöht
(künstliches Fieber). Die nebenstehende
Grafik dokumentiert näherungsweise den
Verlauf des künstlichen Fiebers bei einer
solchen Behandlung.
Die Funktion f beschreibt den Zusammen hang zwischen Zeit und Körpertemperatur:
f ( t ) = –0,18 ∙ t
3
+ 0,85 ∙ t
2
+ 0,6 ∙ t + 36,6
t ... Zeit in Stunden (h) mit 0 ≤ t ≤ 5
f ( t ) ... Körpertemperatur zur Zeit t in °C
a) – Berechnen Sie denjenigen Zeitpunkt, zu dem die Körpertemperatur 37 °C beträgt. [1 Punkt]
b) – Dokumentieren Sie, wie die maximale Körpertemperatur im angegebenen Zeitintervall
mithilfe der Differenzialrechnung berechnet werden kann. [1 Punkt]
– Begründen Sie, warum der Graph einer Polynomfunktion 3. Grades höchstens 2 Extrempunkte haben kann. [1 Punkt]
c) – Berechnen Sie den Zeitpunkt der maximalen Temperaturzunahme. [2 Punkte]
d) Die mittlere Körpertemperatur f während der 5 Stunden andauernden Behandlung soll ermittelt werden.
Die mittlere Körpertemperatur in einem Zeitintervall [ t
1
; t
2
] ist:
f =
1
t
2
– t
1
∫
t
2
t
1
f ( t )d t
– Berechnen Sie die mittlere Körpertemperatur f im Intervall [0; 5]. [1 Punkt]
f
h
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Aufgabe 3: Halbwertszeit des Wissens
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Aufgabe 3
Halbwertszeit des Wissens
Das zu einem bestimmten Zeitpunkt erworbene Wissen verliert im Laufe der Zeit aufgrund
gesellschaftlicher Veränderungen, technologischer Neuerungen etc. an Aktualität und Gültig keit („Relevanz“). Die nachstehende Abbildung beschreibt die Abnahme der Relevanz des
Wissens in verschiedenen Fachbereichen. Für jedes Jahr wird angegeben, wie viel Prozent
des ursprünglichen Wissens noch relevant sind.
a) Man geht davon aus, dass die Relevanz des beruflichen Fachwissens exponentiell abfällt und
eine Halbwertszeit von 5 Jahren hat.
– Zeichnen Sie in die Abbildung der Angabe den Verlauf der Relevanz des beruflichen Fachwissens im Intervall [0; 15] ein. [1 Punkt]
b) Die Relevanz von Technologiewissen nimmt mit einer Halbwertszeit von 3 Jahren exponentiell ab.
– Stellen Sie diejenige Exponentialfunktion auf, die die Relevanz des Technologiewissens in
Abhängigkeit von der Zeit beschreibt. [1 Punkt]
– Berechnen Sie, nach welcher Zeit die Relevanz des Technologiewissens auf 1 % der anfänglichen Relevanz abgesunken ist. [1 Punkt]
c) Die Relevanz des Hochschulwissens lässt sich durch folgende Funktion N beschreiben:
N ( t ) = 100 · ℯ
–0,0693 ∙ t
t ... Zeit in Jahren
N ( t ) ... Relevanz des Hochschulwissens zur Zeit t in % des anfänglichen Hochschulwissens
– Berechnen Sie, um wie viel Prozent die Relevanz des Hochschulwissens nach 7 Jahren
bereits abgenommen hat. [1 Punkt]
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d) Die Relevanz des Schulwissens kann in den ersten Jahrzehnten durch eine lineare Funktion
beschrieben werden.
– Lesen Sie aus der Abbildung in der Angabe die Steigung dieser linearen Funktion ab. [1 Punkt]
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Aufgabe 4: Gold
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Aufgabe 4
Gold
Das Edelmetall Gold gilt als besonders wertvoll, weil es selten vorkommt, leicht zu Schmuck
verarbeitet werden kann und sehr beständig ist.
a) Der World Gold Council , eine globale Lobby-Organisation der Goldminenindustrie, schätzt die
bis zum Jahr 2012 weltweit geförderte Goldmenge auf rund 1,713 ∙ 10
8
Kilogramm (kg).
Gold hat eine Dichte von 19,3 Gramm pro Kubikzentimeter (g/cm³). Die Masse ist das Produkt
von Volumen und Dichte.
Stellen Sie sich vor, dass die gesamte weltweit geförderte Goldmenge in einen Würfel gegossen wird.
– Berechnen Sie die Kantenlänge dieses Würfels in Metern. [1 Punkt]
b) Gold kommt in der Natur auch in der Form von Nuggets (Goldklumpen) vor. Es wird in der
Einheit Feinunze (oz) gehandelt, die einer Masse von 31,1035 Gramm (g) reinen Goldes entspricht.
Gesucht ist der Wert W eines Nuggets in Euro, wenn folgende Größen bekannt sind:
m ... Masse des Nuggets in Gramm (g)
p ... Preis in Euro für eine Feinunze Gold
– Erstellen Sie eine Formel für W . [1 Punkt]
c) Die nachstehende Grafik zeigt die weltweite jährliche Förderung von Gold ab dem Jahr 1900
in Tonnen.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Goldfoerderung.png [29.08.2013] (adaptiert)
– Lesen Sie aus der obigen Grafik ab, in welchem Jahrzehnt die weltweite Förderung absolut
am stärksten gestiegen ist. [1 Punkt]
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d) In einer Zeitung wird folgende Analyse veröffentlicht: „Der Wert der Ein-Unzen-Krugerrand-
Goldmünze ist im Jahr 2010 um 20 % gestiegen. Im Jahr 2011 stieg der Wert nochmals um
10 %. Also ist der Wert der Münze in diesen beiden Jahren insgesamt um 30 % gestiegen.“
– Begründen Sie, warum diese Aussage über die Wertentwicklung nicht richtig ist. [1 Punkt]
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Aufgabe 5: Stadtturm
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Aufgabe 5
Stadtturm
a) Von einer neuen Parkanlage sieht man die Spitze des 51 m hohen Stadtturms unter dem
Höhenwinkel α = 38,2°.
– Berechnen Sie, um wie viel Meter man sich dem Stadtturm entlang der Strecke
–
PF nähern
muss, damit dieser unter dem doppelten Höhenwinkel zu sehen ist (siehe oben stehende
Skizze). [2 Punkte]
b) Der Stadtturm mit einer Höhe h wirft zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Schatten der
Länge b .
– Stellen Sie eine Formel zur Berechnung des Höhenwinkels, unter dem die Sonne zu diesem
Zeitpunkt in dieser Stadt erscheint, auf. [1 Punkt]
c) Der 51 m hohe Stadtturm hat die Form eines Quaders mit quadratischer Grundfläche; die Seitenlänge dieses Quadrats beträgt 4 m. Zwei gegenüberliegende Seitenwände des Stadtturms
sollen mit Glasplatten verkleidet werden. Pro Quadratmeter beträgt die Masse der verwendeten Glasplatten 30 Kilogramm.
– Dokumentieren Sie, wie Sie die Gesamtmasse der Glasverkleidung in Tonnen berechnen
können. [1 Punkt]
α
2 α
F
S
B
P
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PDF-Seite 11
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PDF-Seite 12
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PDF-Seite 13
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Klasse/Jahrgang:
BHS
11. Mai 2015
Angewandte Mathematik
Teil B (Cluster 2)
Standardisierte kompetenzorientierte
schriftliche Reife- und Diplomprüfung
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PDF-Seite 14
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Hinweise zur Aufgabenbearbeitung
Das vorliegende Aufgabenheft (Teil B) enthält drei Aufgaben mit unterschiedlich vielen Teil aufgaben.
Die Teilaufgaben sind unabhängig voneinander bearbeitbar. Ihnen stehen insgesamt 270 Minuten
an reiner Arbeitszeit für Teil A und Teil B zur Verfügung.
Verwenden Sie für die Bearbeitung einen nicht radierbaren, blau oder schwarz schreibenden Stift.
Verwenden Sie für die Bearbeitung ausschließlich das Aufgabenheft und die Ihnen zur Verfügung
gestellten Antwortblätter. Schreiben Sie auf der ersten Seite des Aufgabenheftes Ihren Namen in
das dafür vorgesehene Feld und auf jedes Antwortblatt Ihren Schülercode. Geben Sie bei der Beantwortung jeder Teilaufgabe deren Bezeichnung an.
In die Beurteilung wird alles einbezogen, was nicht durchgestrichen ist. Streichen Sie Notizen durch.
Die Verwendung eines durch die Schulbuchaktion approbierten Formelheftes und elektronischer
Hilfsmittel (grafikfähige Taschenrechner oder andere entsprechende Technologie) ist erlaubt, sofern
keine Kommunikation nach außen getragen werden kann und keine Eigendaten in die elektronischen Hilfsmittel implementiert sind. Handbücher zu den elektronischen Hilfsmitteln sind in der
Original-Druckversion oder in im elektronischen Hilfsmittel integrierter Form zulässig.
Abzugeben sind das Aufgabenheft und alle von Ihnen verwendeten Antwortblätter.
Es gilt folgender Beurteilungsschlüssel:
42–47 Punkte Sehr gut
36–41 Punkte Gut
30–35 Punkte Befriedigend
20–29 Punkte Genügend
0–19 Punkte Nicht genügend
Viel Erfolg!
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Aufgabe 6: Schadstoffausbreitung
Im Original auf Seite 15 öffnen3
Aufgabe 6
Schadstoffausbreitung
Eine Messstation registriert täglich zu einem bestimmten Zeitpunkt die Konzentration der von
einer Fabrik emit tierten Schadstoffe (in mg/m
3
). Es wird angenommen, dass diese Schadstoff
konzentrationen annähernd normalverteilt sind.
a) Es werden Messungen an 10 Tagen vorgenommen:
Schadstoffkonzentration
in mg/m
3
152 166 149 153 172 147 157 164 157 168
– Berechnen Sie den Stichprobenmittelwert
–
x . [1 Punkt]
– Ermitteln Sie das 95-%-Konfidenzintervall für den Erwartungswert μ , wenn bekannt ist, dass
die Standardabweichung σ = 8,5 mg/m
3
beträgt. [2 Punkte]
b) Die Verteilung der Schadstoffkonzentration kann sowohl mithilfe der Dichtefunktion als auch
mithilfe der Verteilungsfunktion der Normalverteilung beschrieben werden. In der nachstehenden Abbildung 1 ist der Graph der Dichtefunktion dargestellt.
Abbildung 1
210 200 190 180 170 160 150 140 130 120 220
Schadstoffkonzentration in mg/m 3
Abbildung 2
210 200 190 180 170 160 150 140 130 120 220
Schadstoffkonzentration in mg/m 3
0,9
0,8
0,7
0,6
0,5
0,4
0,3
0,2
0,1
1
– Zeichnen Sie den Graphen der zugehörigen Verteilungsfunktion in Abbildung 2 ein. [1 Punkt]
– Veranschaulichen Sie die in Abbildung 1 schraffiert dargestellte Wahrscheinlichkeit in Abbildung 2. [1 Punkt]
– Erklären Sie den mathematischen Zusammenhang zwischen diesen beiden Funktionen.
[1 Punkt]
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PDF-Seite 16
Im Original auf Seite 16 öffnen4
c) Die Fabriksleitung geht vom Erwartungswert μ = 160 mg/m
3
und von der Standardabweichung σ = 10 mg/m
3
aus.
– Ermitteln Sie den symmetrisch um μ gelegenen Bereich, in den erwartungsgemäß 99 % aller
Messwerte fallen (99-%-Zufallsstreubereich). [1 Punkt]
– Geben Sie an, wie sich die Breite dieses Zufallsstreubereichs verändert, wenn anstelle von
99 % nur noch 95 % aller Messwerte in diesen Bereich fallen sollen. [1 Punkt]
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Aufgabe 7: Bakterienkultur
Im Original auf Seite 17 öffnen5
Aufgabe 7
Bakterienkultur
a) Eine Bakterienkultur mit 50 Bakterien wird zu einem Zeitpunkt t = 0 angelegt. Nach 100 Minuten werden bereits 750 Bakterien gezählt. Die Funktion N beschreibt das Wachstum der
Bakterienkultur: N ( t ) ist die Anzahl der Bakterien nach t Minuten. Die 1. Ableitung der Funktion N ist proportional zu N . Die entsprechende Proportionalitätskonstante bezeichnet man als
Wachstumsrate .
− Stellen Sie die zugehörige Differenzialgleichung für N auf. [1 Punkt]
− Lösen Sie die Differenzialgleichung mithilfe der Methode Trennen der Variablen . [1 Punkt]
− Berechnen Sie, wie viele Bakterien nach 3 Stunden vorhanden sind. [1 Punkt]
− Geben Sie an, wie sich das Wachstumsverhalten ändert, wenn die Bakterienkultur eine
größere Wachstumsrate hat. [1 Punkt]
b) Die Beobachtung einer Bakterienkultur ergab folgende Daten:
Zeit nach Beginn der
Beobachtung in Minuten
15 20 25 30 35 40 45 50 55 60
Anzahl der Bakterien 110 120 156 185 190 245 274 340 360 430
− Ermitteln Sie die Gleichung der exponentiellen Ausgleichsfunktion, die die Bakterienanzahl
in Abhängigkeit von der Zeit nach Beginn der Beobachtung näherungsweise beschreibt.
[1 Punkt]
− Berechnen Sie mithilfe der Ausgleichsfunktion, wie viele Minuten nach Beginn der Beobachtung 1 000 Bakterien zu erwarten sind. [1 Punkt]
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PDF-Seite 18
Im Original auf Seite 18 öffnen6
c) Die Funktion B beschreibt näherungsweise, wie viele Bakterien sich zu jedem Zeitpunkt in
einer Petrischale befinden. Der zugehörige Funktionsgraph ist im nachstehenden Diagramm
dargestellt.
t ... Zeit nach Beginn der Beobachtung in Minuten
B ( t ) ... Anzahl der Bakterien zur Zeit t
– Lesen Sie aus dem Diagramm ab, wie viele Minuten nach Beginn der Beobachtung das
Wachstum der Bakterienkultur am größten ist. [1 Punkt]
Die entsprechende Differenzialgleichung zur Beschreibung dieses Bakterienwachstums lautet:
d B
d t
= 8,35 · 10
–5
· B ∙ (1 000 – B ) mit B > 0
– Argumentieren Sie anhand der Differenzialgleichung, für welche Werte von B die Bakterienanzahl zunimmt. [1 Punkt]
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Aufgabe 8: Thermistor
Im Original auf Seite 19 öffnen7
Aufgabe 8
Thermistor
Ein Thermistor oder Heißleiter ist ein Halbleiter, dessen elektrischer Widerstand mit zuneh
mender Temperatur T abnimmt. Die Funktion R beschreibt diesen Zusammenhang:
R ( T ) = a ∙ ℯ
b
T
T ... Temperatur in Kelvin (K)
R ( T ) ... elektrischer Widerstand bei der Temperatur T in Ohm (Ω)
a ... Konstante in Ω ( a > 0)
b ... Konstante in K ( b > 0)
a) – Begründen Sie mathematisch, warum die Funktion R monoton fallend ist. [1 Punkt]
– Zeichnen Sie den Graphen der Funktion R im Bereich 300 K ≤ T ≤ 550 K für a = 0,1 Ω und
b = 2 500 K im nachstehenden Koordinatensystem. [1 Punkt]
b) Verwenden Sie a = 0,1 Ω und b = 2 500 K.
– Linearisieren Sie die Funktion R an der Stelle T
0
= 373,15 K, d. h., bestimmen Sie die Gleichung der Tangente an den Graphen von R im Punkt ( T
0
| R ( T
0
)). [2 Punkte]
– Ermitteln Sie den Betrag des relativen Fehlers, wenn man an der Stelle T = 390 K den
Wider stand mit der linearisierten Funktion anstatt mit der Funktion R berechnet. [1 Punkt]
öffentliches Dokument
PDF-Seite 20
Im Original auf Seite 20 öffnen8
c) Für einen bestimmten Heißleiter wurden folgende Werte gemessen:
T in K R in Ω
293 510
313 290
333 178
353 120
373 80
Zur weiteren Auswertung wird eine Polynomfunktion 3. Grades als Ausgleichsfunktion verwendet.
– Ermitteln Sie diese Ausgleichsfunktion. [1 Punkt]
In der nachstehenden Abbildung ist der Graph der zu ermittelnden Ausgleichsfunktion P bereits eingezeichnet.
– Erklären Sie ausgehend von der obigen Abbildung, warum die 1. Ableitung dieser Polynomfunktion 3. Grades keine reellen Nullstellen hat. [1 Punkt]
öffentliches Dokument
PDF-Seite 21
Im Original auf Seite 21 öffnen9
öffentliches Dokument
PDF-Seite 22
Im Original auf Seite 22 öffnen10
öffentliches Dokument
PDF-Seite 23
Im Original auf Seite 23 öffnen11
öffentliches Dokument
PDF-Seite 24
Im Original auf Seite 24 öffnenöffentliches Dokument